Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333065
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aufgelockert 
werden. 
Oekonomie 
in 
der Anwendung des 
sogenannten Baumschlages (ein abscheulicher Ausdruck, 
der nur für Kinderschulen passt), oder besser, sparsame 
Entfaltung der eigentlichen Blattform ist in hohem Grade 
anzurathen , 
wenn 
der 
Baum 
nicht 
im 
nächsten 
Vor- 
grunde 
steht. 
Eine andere, in vielen Fällen practisehe Methode, 
einem _Baum möglichst schnell seinen Charakter-Ausdruck 
zugeben, besteht darin, dass man in dem ziemlich be- 
stimmt 
gezeichneten Bleistiftcontour 
mit 
einem neutralen 
Ton 
zuerst 
die 
tiefsten 
Schatten 
einsetzt , 
auch 
den 
Stämmen ihre Dunkelheit giebt, 
Baum mit Einschluss der Schatten 
darauf den ganzen 
mit seinem Lichtton 
übergeht 
und dann 
erst die 
verbindenden Mitteltöne 
ein- 
setzt. 
Dieser 
XVeg 
ist 
besonders 
bei 
den 
Bäumen 
und 
Sträuchern 
des Vorgrundes zu 
empfehlen, 
die 
sich durch 
entschiedene 
Dunkelheit 
auszeichnen. 
Die Verfeinerung 
der 
Arbeit 
wird 
dann 
auch 
hier 
in 
der 
oben 
beschrie- 
benen Weise vor sich gehen müssen. YVas die Farbe 
für Bäume im Allgemeinen anbelangt, so ist es selbst- 
verständlich, dass für solche, welche im nahen Vorder- 
grunde 
stehen, 
intensivere 
Mittel 
anzuwenden 
sind, 
als 
für Mittelgrund und Ferne. Indian Yellow mit Indigo 
giebt ein frisches Grün; durch Zusatz von Burnt Sienna 
wird 
GS 
wärmer. 
Noch 
leuchtender 
und 
heller 
wifkt 
Gamboge mit Indigo. Auch die Kernschatten nahe- 
stehender Bäume sind mit saftigem Dunkelgrün zu geben,
        

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