Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333054
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welche einen verhältnissmässig kälteren T011 haben, 
werden dadurch erzeugt, dass man sie mit Wasser 
zeichnet und mit einem seidenen Tuche vorsichtig heraus- 
wischt; die dadurch entstandenen hellen Stellen colorirt 
man mit einem neutralen Ton von 
mit einem leichten warmen Zusatz. 
Indigo 
oder 
Cobalt 
Die gröbste Operation ist nun vcllendet, und wenn 
sie geschickt mit Verständniss der Form und Modellirung 
ausgeführt ist, muss der Baum in einiger Entfernung 
schon so eine plastische und charaktervolle Wirkung 
machen. Aber es ist noch viel zu thun, ihm vollends 
den Ausdruck des Lebens zu geben und ihn über die 
rein decorative Darstellung zu erhebem Ueber diesen 
Theil der Durchbildung lassen sich kaum bestimmte 
Regeln geben. Es ist der Takt und das Naturgefühl 
des Künstlers, der hier und da ein zu starkes Licht 
herabdrückt, dagegen ein anderes heraushebt und ihm 
einen wärmeren oder kälteren Ton giebt. Der feine 
Glanz auf den Lichtpartien des Laubes muss durch 
Herausnehmen mit dem Tuch und durch Einsetzen des 
Lufttones erzeugt werden.  
Die harten Uebergänge vom Licht zum Schatten 
müssen an manchen Stellen mit dem Pinsel und reinem 
Wasser zusammengewaschen werden, damit die Kern- 
punkte um so energischer wirken. Die Ausladungen 
werden durch Zusatz oder Wegnahme verfeinert, und 
alles Feste, was der Natur des Laubes zuwider ist, muss 
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