Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333032
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Wenn die Ferne im Allgemeinen einen tieferen Ton 
hat, als die daran reichende Luft, so ist es immer vor- 
theilhaft, den Luftton zuvor durch die ganze Ferne zu 
legen, dann den hellsten Ton der Ferne darauf, und in 
diesen den Schatten, der an seinen dunkelsten Stellen 
fast immer auch am kältesten wirkt. Um die Luftigkeit 
der Schatten in der Ferne zu erreichen, wird es häufig 
nothwendig, dem aus Cobalt und Light Red oder Rose 
Madder gemischten Ton ein Wenig Weiss zuzusetzen. 
Bei der Anlage des Mittelgrundes verfahre man 
ganz in derselben Weise; da. sich aber hier bereits Mittel- 
töne zu zeigen anfangen, die, je weiter nach vorn, desto 
verschiedener werden, so wird man wohl thun, dieselben, 
ehe man die Schatten einsetzt, zuvor über die Licht- 
silhouette der Gegenstände zu legen. In die Schatten 
nehme man ebenfalls ein wenig Weiss, um nicht durch die 
beiden darunter liegenden Töne zu schwer und stofflich 
zu wirken. 
Unter den Gegenständen, welche einer Landschaft 
Reichthum und Anmuth verleihen, nehmen die Bäume 
stets einen Hauptrang ein. Ein kräftiger BaumWüChS 
auf leicht bewegtem Terrain, ein stilles Wasser und ein 
Blick in die Ferne sind Elemente, die eine unendliche 
Reihe eindrucksvoller Zusammenstellungen zulassen. 
Die Art, wie man Bäume und überhaupt Vegetatißn 
technisch am leichtesten darstellt, ist folgende: nachdem 
man die äussere Form des Baumes durch einen leichten, 
Schmidt, Aquarell-Malerei. 6. Allil. 3
        

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