Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1333015
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irdischen 
lassen. 
Gegenstände 
fest 
und 
stofflich 
wirken 
Zll 
Sehr häufig werden schön gedachte Mondschein- 
Darstellungen dadurch wirkungslos, dass die Luft in 
ihrem Gresammtton zu dunkel gegen die festen Gegen- 
stände des Vorgrundes gehalten ist. Ebenso ökonomisch, 
wie in den Tiefen, muss man im Licht verfahren. Leicht 
ist man geneigt, die silbernen Ränder der Wolken glänzend 
hell zu geben, umsie eben recht silbern erscheinen" zu 
lassen; man bedenkt in solchem Falle aber nicht, dass 
die Mondscheibe selbst unendlich viel heller ist, als irgend 
eine, auch die am nächsten liegende Wolke. S0 wird es 
practisch sein, gleich zu Anfang die ganze Luft, mit Aus- 
nahme der Mondsoheibe und ihres Lichtscheins (Hof), 
mit einem 
Helligkeit 
neutralen Ton zu bedecken, der den Grad der 
der lichtesten Wolken hat. In diesen Ton 
setze man den Aether mit einer leichten Lage von Indigo 
ein und weise den lichten WVolkenmassen durch Aus- 
Sparung ihre Stellen an. Dunststreifen setzen sich in 
ihrer ganzen Ausdehnung hell gegen den Aether; ihre 
Schatten nehmen einen wärmeren Ton an, als dieser. 
Uns näher liegende Wolkenschichten wirken wegen ihrer 
grösseren Dicke als dunklere Flecken auf den Aether 
und sind von hellen Rändern und Einschnitten umgeben, 
die sich durch einen wärmeren Mittelton in den dunkel- 
gTauen Kernschatten verlieren. Sepia mit Brown Maflder 
und Indigo sind mit Erfolg dafür anzuwenden; zu den
        

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