Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332989
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vom Horizont beginnend bis in die Gegend der Sonne. 
WO er sich unmerklich verlieren muss. Mit einem anderen 
sehr hellen Ton von Cobalt töne man beide oberen Ecken 
des Papiers ab und nähere sich mit demselben kreis- 
förmig der Sonne in verschwimmender Weise; links und 
rechts lasse man ihn da verschwinden, wo der Ton von 
Brown Madder sein Ende gefunden hat, so dass zwischen 
beiden ein schmaler Raum mattes Gelb übrig bleibt. 
Um nun dem untersten Theil der Luft die dieser Stimmung 
eigenthümliohe Undurchsiohtigkeit zu geben, präparire 
lman einen Ton von Cobalt, ein wenig Rose Madder mit 
einem Zusatze von Weiss, setze ihn am Horizont ein 
und lasse ihn nach oben zu verschwinden. 
Zur "Vollendung der Wirkung fehlt noch die hellste 
Stelle der Sonne. Nachdem der Bleistiftstrich, welcher 
die Sonnenkugel markirt, mit Gummi entfernt, reibe 
man mit Radirgummi oder pulverisirtem Bimsstein das 
Gelb der ersten Lage aus der Sonne selbst hinweg, der 
Art, dass die Mitte der Sonne völlig weiss wird, der 
Lichtschimmer aber in den Nebelton hineinstrahlt; das- 
selbe ist mit einem sehr scharfen runden Radirmesser 
erreichen. 
Der Eifect 
ist überraschend blendend und 
doch nicht beleidigend; ein leises Ueberreiben der 
nächsten Umgebung der Sonne mit pulverisirtem Bims- 
stein oder geschabtem Leder steigert noch die Zartheit 
der Wirkung. 
Graue Lüfte wird man am leichtesten durch eine
        

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