Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332943
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vergeistigen, so dass an der Stelle farbiger Flecken 
Uebergänge der Eindruck des Lichtes entsteht. 
und 
Leicht 
ist es, 
alle 
pikanten Natureifecte 
skizzenhaft 
SO 
wiederzugeben, 
dass der Bescbauer 
erkennt, 
W38 
man 
gewollt; aber einen Abend oder Morgen in seiner ganzen 
Pracht und Erhabenheit darzustellen, erfordert die höchste 
Sammlung und Anspannung der malerischen Kräfte. Es 
ist ein gewaltiger, lang austönender Aceord der reichsten 
Harmonie. 
Danach wird der Versuch, mit Worten die technische 
Art und Weise zu beschreiben, wie derartige Wirkungen 
herzustellen sind, immer unzulänglich sein. Nur der ein- 
fachste Vorwurf kann einigermaassen den Weg zeigen, wie 
man zu verfahren hat; bei reicheren Aufgaben mit ver- 
schiedenen Wolkenschichten kommt zuviel 
auf die 
indivi-_ 
duelle Auffassungsweise des Künstlers an, als dass man die 
Entstehungsweise genau beschreiben könnte. Die Aufgabe 
sei: eine klare Abendluft, die Sonne links ausserhalb 
des Bildes, etwa eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang. 
Man präparire einen hellen Ton von Yellow Ochre 
und ein wenig Rose Madder, und übergebe das Papier 
gleichmässig mit demselben. Sodann drehe man dasselbe 
um und beginne am Horizont mit einem leichten Ton 
von Brown Madder, treibe denselben etwa bis zu einem 
Drittel in den Mittelgrund und lasse ihn daselbst zart 
verlaufen. Nachdem er trocken, bringe man das Papier 
wieder 
in 
die 
ursprüngliche 
Lage, 
präparire 
einen 
Ton
        

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