Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Aquarell-Malerei
Person:
Schmidt, Max
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332488
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332919
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Red und Rose Madder, setze ihn am Horizont ein und 
verwasche ihn nach dem Mittelgrunde der Luft; einen 
anderen Ton von Rose Madder rein, aber sehr hell, setze 
man am Zenith ein und lasse ihn abwärts zart auslaufen. 
Wennalles dies fleckenlos geglückt, wird die Luft immer- 
hin noch einen blauen Eindruck machen, aber sie wird 
den sonnigen Hauch der Natur erlangt, den Eindruck der 
Fläche verloren und den der Wölbung gewonnen haben. 
Um die Mittagszeit, wo die Luft bei vollständiger 
Klarheit am meisten blau, werden die farbigen Töne 
nur von äusserster Zartheit angewendet werden dürfen. 
Je mehr die Stunde von der Mittagszeit entfernt ist, 
um so mehr nimmt das Blau an Ausdehnung und In- 
tensität ab und macht den gelben und rothen Tönen mehr 
und mehr Platz. 7- W'- 1 
Erfordert der Vorwurf Wolken ifliiilr Laift, so be- 
ginnt man am besten mit dem blauen Aethv Yimd spart 
die Wolken in ihrem ganzen Umfangemit bestimmten 
Oontouren aus. Nachdem das Blau in seiner ganzen 
Abstufung tadellos hergestellt ist, mische man einen Ton 
von Yellow Oohre und Brown Madder, sehr hell, und 
übergebe das ganze Papier eintönig mit demselben, nur 
mit Auslassung absolut weisser Gegenstände des Vor- 
grundes; dieselben sind positiv heller als die Lichter der 
Wolken. Dieser allgemeine Ton mildert die Rohheit 
und Schärfe des weissen Lichtes und steigert die Trans- 
parenz und Duftiglceit der Luft. Für die Schatten der
        

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