Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beitrag zur Geschichte der Maltechniken
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1380108
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1380206
Nachstehende Aufzeichnungen sind zwar zunächst für den 
Praktiker geschrieben; sie dürfen aber insoweit auch für weitere 
Kreise Interesse beanspruchen, als die genauere Kenntniss einer 
Kunsttechnik jedem Kunstliebhaber mehr oder weniger willkommen 
sein wird; ungleich wichtiger ist_ dieselbe jedoch für Diejenigen, 
denen die Erhaltung älterer Werke obliegt, oder die bei Neu- 
beschaffung von Kunstwerken mit zu rathen und zu thaten 
haben.  
Wer sich eingehender mit dem Studium der verschiedenen 
Kunsttechniken befasst hat, insbesondere jener der Mauer- und 
Tafelmalereien, wird bald zu der Erkenntniss gelangt sein, 
dass uns trotz ehrlichen, ileissigen Ringens und unverkennbarer 
Fortschritte sehr viel zu erstreben geblieben ist. Denn Werke 
unserer hervorragendsten Meister sehen wir schon nach einem 
nur kurz gemessenen Menschenalter dem Ruine, ja stellenweise 
dem totalen Untergange anheimfallen, während die Wand- wie  
Staffeleibilder unserer Altvorderen, welchen Schulen man sich 
auch zuwenden mag, durchweg die tadelloseste Erhaltung und 
Frische zeigen. 
Jene Vortheile ererbter Werkstatt-Traditionen, jener vom 
Meister auf den Schüler übertragener Vorschriften und Kunst-  
griffe besitzen wir leider nicht mehr!  Die Heranbildung des 
Künstlers ist eben eine wesentlich andere geworden. An die 
Stelle der Atelier-, der Werkstatt-Traditionen ist die ganz all- 
gemein gehaltene Akademiebildung, sind der Handel und  
diesem nicht zu trennende, aber unsere Sache weni  ,s 
Concurrenz getreten.  39' Xxä 441 
Wie es um unser Wissen auf diesem Gebiete   
giebt uns mit anerkennenswerther Offenheit kein   
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