Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1326440
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Italien. 
zeigt die Oberfläche des menschlichen Körpers in allen Spielen 
des Halblichtes und des Refiexes. Er giebt zuerst seinen Glorien 
einen scheinbar messbaren Raum und malt seine bis ins Ausserste 
beweglichen Gestalten von einem Punkte aus perspektivisch ge- 
sehen, also gelegentlich in vollständiger Ünteransicht. Als Lehrer 
Correggios werden Ant. Bartolotti in Oorreggio und Francesco 
Bianchi genannt, aber er stand auch wohl unter dem Einiiusse 
des Ferraresen Lor. Oosta. Vor allem berühmt sind die Freske- 
malereien der Kuppeln in S. Giovanni und im Dom zu Parma. 
Die Galerie in Dresden besitzt von Correggio einige seiner be- 
rühmtesten Tafelbilder: die Madonna des heiligen Franziskus 
(Nr. 150) unter einem von ionischen Säulen getragenen Rundbogen 
thronend, der untere Teil des Throns wird von zwei naturfarbenen 
nackten Knäblein gestützt, das nackte Christkind auf dem Schosse 
der Maria erhebt segnend die Rechte, unten stehen die Heiligen 
Franziskus, Antonius, Johannes Bapt. und die heilige Katharina, 
oben umschweben zwei nackte Engelknablein mit gefalteten Händen 
das Haupt der Jungfrau; die Madonna. des heiligen Sebastian, sie 
erscheint mit dem Kinde auf Wolken den drei unten weilenden 
Heiligen (Nr. 151), links schaut der heilige Sebastian, mit beiden 
Händen an einen Baum gebunden, verklärt gen Himmel, in der 
,Mitte kniet der heilige Bischof Geminianus, rechts schläft der 
heilige Rochus, grössere und kleinere Engel haben sich mit herab- 
gelsssen, oben eine Engelkopfglorie; die berühmte heilige Nacht 
(Nr. 152) zeigt Maria in einer Ruine knieend und entzückt den 
Jesusknaben anblickend, den sie mit beiden Armen über dem 
Stroh der Krippe hält, das Licht geht vom Kinde aus und be- 
strahlt das Antlitz seiner Mutter und die anbetenden Hirten, 
links oben erscheint, in Wolken herabgefahren, eine Schar durch- 
einander stürzender Engel; die Madonna des heiligen Georg 
(Nr. 153) in einer kuppelüberdeckten Halle thronend, der Kuppel- 
ansatz wird von zwei steinfarbigen Engeln getragen, das nackte 
Ghristuskind auf dem Schosse der etwas von unten gesehenen 
Maria streckt seine Arme nach der Seite aus, wo der heilige 
Geminianus dem Engel das Kirchenmodell abnimmt, während 
weiter von Johannes der Täufer zum Heiland empordeutet, rechts 
steht Petrus Martyr, weiter vorn der heilige Georg, zu dessen 
Füssen vier nackte Kinder mit seinem Helm und Waffen spielen, 
unten liegt der bezwungene Drache. Ebendort, angeblich von 
Correggio, die heilige Magdalena, unter dicht belaubtem Felsen 
liegend und in einem Buche lesend (Nr. 154), Vielleicht ist das 
Bild eine freie Kopie nach einem verloren gegangenen Originale 
Correggios; und das Bildnis eines Gelehrten (Nr. 155), der 
sogenannte Arzt des Correggio, doch vielleicht ferraresischen
        

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