Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1326425
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Italien. 
Täufers (Nr. 180); von ihm im Museum zu Stuttgart die heilige 
Familie (Nr. 30) mit dem kleinen Johannes und der heiligen Eli- 
sabeth; im Museum zu Breslau die Verkündigung (Nr. 131): 
Maria in ihrem Gemache kniend, über ihr die Taube, von links 
schwebt der geflügelte Engel heran mit dem Lilienstengel in der 
Linken. Giovanni Dosso,  genannt Dosso Dossi (1479 -'1542), 
Schüler des Oosta und später von Giorgione und Tiziau beeinflusst, 
wurde von Raffael weniger aus seiner Richtung gebracht, als die 
vorigen und blieb origineller in der Auffassung und der glutvollen 
Färbung. Sein heiliger Georg in der Galerie zu Dresden 
(Nr. 124) ist allerdings eine veränderte und vergrösserte Kopie 
nach dem Gemälde Raffaels in der Petersburg-er Eremitage: der 
Ritter, in vergoldeter Rüstung, durchbohrt den Drachen mit der 
Lanze, im Mittelgrunde kniet die befreite Prinzessin; der Erzengel 
Michael ebendort (Nr. 125), den Satan bekampfend, ist mindestens 
von einer Komposition Ratfaels angeregt; ebendort befinden sich 
von ihm: die Gerechtigkeit in ganzer Gestalt mit der Wage und 
den Fasces (Nr. 126); der Friede, als weibliche Gestalt, eine 
Blumenkrone im Haar, ein Füllhorn und eine gesenkte Fackel 
haltend (Nr. 127); die Vision der vier Kirchenvater, oben Christus 
der auf Wolken knieenden Maria die Krone aufs Haupt setzend 
(Nr. 128); die Vision der Kirchenvater noch einmal, kleiner, aber 
ähnlich dem vorigen, oben Gottvater auf der Weltkugel, von 
Engeln umgeben, mit einem Stabe das Haupt der rechts neben 
ihm knieenden Maria berührend (Nr. 129); ausserdem ebendort, 
aus der Schule Dosso Dossis, eine Hore mit Apollos Gespann 
(Nr. 130), dieselbe steht auf Wolken und ist im Begriff, die vier 
Rosse Apollos an den Wagen zu spannen; und „Der Traum" 
(Nr. 131): eine junge Frau an einem Steine schlummernd, von 
phantastischen Menschen- und Tiergestalten umgeben, im Hinter- 
grunde jenseits eines Sees eine brennende Stadt. Von Dosso 
Dossi hat die kaiserliche Galerie in Wien den heiligen Hieronymus 
vor seiner Höhle im Walde sitzend, hinter ihm der Löwe (Nr. 185); 
in der Galerie zu Schwerin angeblich von ihm eine thronende 
Maria mit dem Christkinde umgeben von den Heiligen Clara, 
Franziskus, Antonius von Padua und Magdalena, oberhalb des 
Bogens ein viereckiger Aufbau mit vielem Bildwerk in der Art 
des Mazzolino (Nr. 325). Im Museum zu Darmstadt eine Kopie 
nach Dosso Dossi, das lebensgrosse Brustbild eines geharnischten 
Mannes (Nr. 522); in der grossherzoglichen Sammlung zu Olden- 
burg von ihm die heilige Familie vor einer Hütte mit dem Johannes- 
knaben (Nr. 5); in der Galerie Czernin in Wien die Geburt 
Christi (Nr. 88); im Museum zu Breslau die Enthauptung 
Johannes des Täufers (Nr. 396) im Hofe des Palastes, hinter
        

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