Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1326408
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Italien. 
im Berliner Museum Christus im Tempel lehrend (Nr. 266): der 
zwölfjährige J esusknabe, umgeben von Schriftgelehrten und Phari- 
säern, unter ihnen zur Rechten Maria und Joseph, das Innere des 
Tempels mit vielen Reliefs geschmückt; dann eine zweite Dar- 
stellung des zwölfjährigen, im Tempel lehrenden Christus, vorn 
ein nacktes Knablein mit einer Eule, das sich vor einem nahenden 
Affen fürchtet (Nr. 273); endlich ein Flügelaltar (Nr. 275), dessen 
Mittelbild eine thronende Maria mit dem Kinde enthält, der Thron 
wieder mit Reliefs geschmückt, auf dem linken Flügel der heilige 
Antonius Eremita, auf dem rechten die heilige Magdalena; in der 
Galerie zu Oldenburg die heilige Familie mit der heiligen Anna 
und Johannes (Nr. 6), der Thron der Madonna wieder mit einem 
Relief geschmückt, das Christkind beugt sich nach dem Johannes- 
knaben, der sich nach einer Meerkatze umwendet, hinter der Gruppe 
steht Joseph; das Bildchen ist mit miniaturartiger Feinheit durch- 
geführt. Benvevzioto Tisi, genannt ßenuGarofalo, geboren vermutlich 
zu Ferrara 1481, gestorben daselbst 1559, Schüler des Dom. Pa- 
netti, unter dem Einiiusse des Costa, dann unter dem Raffaels in 
Rom weiter gebildet, ist noch kein Manierist, wird aber durch die 
römischen Vorbilder zu einem ihm fremden idealen Stil getrieben, 
indes erfreut stets die venezianische Farbenpracht seiner Bilder. 
Eine Pieta Garofalos in der Pinakothek zu München (Nr. 1080) 
zeigt diese tiefleuchtende und doch kühle Färbung, während eben- 
dort zwei kleine Bilder aus der heiligen Geschichte (Nr. 1081 und 
1082) eine miniaturartig feine Ausführung zeigen. In der Galerie 
zu Dresden von ihm: Poseidon und Athene (Nr. 132): Athene, 
auf den Speer gestützt, weist mit der Linken auf die Stadt, 
Poseidon sitzt auf seinen Dreizack gestützt und setzt seinen Fuss 
auf einen Delphin, im Hintergründe die Meerbucht; Maria ihr 
Kind anbetend (Nr. 133), in üppiger Berglandschaft, links ein 
knieender Engel, in den Wolken ein Engelchor in drei Abteilungen; 
Maria mit dem Christkind auf Wolken, von Engeln umgeben, 
unten in der reichen Landschaft Petrus und die Heiligen Bern- 
hard von Clairvaux und Georg (Nr. 134); Mars und Venus vor 
Troja (Nr. 135); Mars in der Rüstung eines mittelalterlichen 
Ritters, neben ihm Venus und Amor, rechts im Thale das Kampf- 
gewühl; die heilige Familie (Nr. 136), Anna, und Maria mit dem 
Ohristuskinde in einem Ruinenhofe sitzend, links die heilige Eli- 
sabeth mit dem kleinen Johannes, weiter hinten Joachim und 
Joseph; Maria mit dem Kinde und Heiligen (Nr. 137), Maria mit 
dem nackten Ohristuskinde im Hofe eines Palastes sitzend, da- 
neben die Heiligen Cäcilia, Antonius von Padua, Bernhardin von 
Siena und Geminianus; ein Bacchanal (Nr. 138), Bacchus und 
Ariadne auf goldenem Wagen, von Satyrn und Bacchantinnen um-
        

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