Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1326389
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Italien. 
ihres Vaters Prospero Fontana, ist in der Dresdener Galerie 
durch eine heilige Familie vertreten (Nr. 121), der Jesusknabe auf 
Marias Schosse erwiedert zärtlich die Umarmung des kleinen 
Johannes, zur Seite Joseph und Elisabeth. Von Denis Calvaert, 
genannt Dioniso Fiamingo, geboren zu Antwerpen, gestorben 1619 
zu Bologna, Schüler des Prospero Fontana, befindet sich ebendort 
die Vision der Heiligen Franziskus und Dominikus (Nr. 120): den 
Heiligen, in grosser Berglandschaft knieend, erscheint oben aus 
grauerWolke Maria mit dem Ohristkinde im Arm in einer goldgelben 
Engelskopf-Glorie; von demselben Meister in der kaiserlichen 
Galerie zu Wien das Bildnis eines bartlosen Mannes in dunklem 
Gewande (Nr. 107). Bedeutender als die vorigen ist der Baumeister 
und Maler Pellegrino Tibaldi (1527-1591), der so recht den Über- 
gang von den grossen Meistern zu den Oarraccis bildet. Tibaldi 
ist einer der wenigen, welche noch auf Grund des eigenen Natur- 
studiums schaffen; er ist ein Schüler Bart. Ramenghis und durch 
das, Studium Michelangelos weiter entwickelt. Die Galerie in 
Dresden hat von ihm den heiligen Hieronymus mit dem Engel 
und dem Löwen (Nr. 118); in der kaiserlichen Galerie in Wien 
die heilige Cäcilia (Nr. 448), hinter einem Tische stehend und 
singend, zu beiden Seiten je ein musizierender Engel, auf dunklem 
Grunde. Orazio Sammacchivzi in Bologna (1532-1577) entwickelte 
sich in Rom durch das Studium Raifaels und Michelangelos zu 
einem der besseren Manieristen; von ihm hat die Galerie in Dres- 
den eine heilige Familie (Nr. 117), Maria mit dem Kinde, dem 
kleinen Johannes, der heiligen Katharina und dem heiligen Joseph; 
ebendort eine heilige Familie von einem unbestimmten Bolognesen. 
Aus derselben Schule, um 1530, stammt eine Maria mit dem Christ- 
kinde, dem kleinen Johannes, Johannes Ev., dem Apostel Paulus 
und den Heiligen Rochus und Petronius im Stadtmuseum zu 
Königsberg (Nr. 27). Von Irhmcesco Primaüccio von Bologna, 
später in Frankreich (1490-1570), hat die Galerie Czernin in Wien 
ein Bild, die drei Grazien darstellend (Nr. 72). Luca Longhi, ge- 
boren zu Ravenna 1507, gestorben daselbst 1580, vermutlich Schüler 
des Niccolo Rondinelli, erinnert noch bisweilen in der Art der 
bolognesischen Nachahmer Raffaels an die beste Zeit, neigt aber 
öfter zum Süssen und Schwachen. Von ihm im Berliner Museum 
eine thronende Maria mit dem Kinde und Heiligen, im Hinter- 
grund Landschaft (Nr. 117); im Stadtmuseum zu Königsberg, 
angeblich von Longhi, Maria dem auf ihrem Schosse sitzenden 
Christuskinde die Brust gebend (Nr. 30). Von Barbara, Longhi 
(1552 bis gegen 1619), Schülerin ihres Vaters Luca Longhi, befindet 
sich eine Maria mit dem Kinde und Johannes in der Galerie zu 
Dresden (Nr. 121A). Fmncesco di Bosio Zaganelli gehört eben-
        

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