Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1326370
Römische 
Schule. 
Jahrhundert. 
71 
fechtsszene grau in grau auf dunklem Grunde (Nr. 105), und eine 
heilige Familie (Nr. 106): Maria in einem Gemach sitzend, das 
nackte Christkind haltend, daneben Joseph; in der kaisßrl. Galerie 
in Wien Cephalus und Prokris (Nr. 106), diese hat den tödlichen 
Wurfspiess in der Brust und blickt nach dem herbeieilenden 
Cephalus; das Bild ist grau in grau gemalt. 
Den Einfluss Raffaels auf die Schule von Bologna stellt Inno- 
cenzo Francucci, genannt lmwc. da, Imola, geboren um 1493 oder 
1494, gestorben zu Bologna um 1550, am reinsten dar. Er war 
ein Schüler des Francesco Francia und des Albertinelli, hatte sich 
jedoch später durch das Studium Raffaels weiter ausgebildet; die 
Werke seiner Reifezeit sind frei im raffaelischen Geiste geschaffen. 
Im Museum zu Berlin von ihm Maria mit dem Kinde und Hei- 
ligen (Nr. 280): Maria in der Engelsglorie, auf der Erde der hei- 
lige Eligius und der Bischof Petronius, im Hintergrunde Eligius, 
wie er dem Pferde ein Bein wieder ansetzt; in der Kunsthalle zu 
Karlsruhe die Madonna. mit beiden Kindern und der heiligen 
Katharina (Nr. 437); im Stadtmuseum zu Königsberg die heilige 
Familie (Nr. 23), Maria hält das Kind auf ihrem Schosse, welches 
sich mit dem kleinen Johannes beschäftigt, dabei Joseph und 
Elisabeth; im Museum zu Köln eine vielleicht von Innocenzo da 
Imola herrührende Madonna mit dem Kinde, dem kleinen Johannes 
und einem Engel (Nr. 801); im Städelschen Institut zu Frank- 
furt a. M. die Himmelfahrt Mariä (Nr. 24), im Hintergrunde die 
Apostel, vorn Johannes Bapt. und der heilige Sebastian, zwischen 
beiden der knieende Stifter. In der Pinakothek in München von 
Innocenzo da Imola eine ganz in raffaelischen Formen gehaltene 
Madonna (Nr. 1060). Lorenz-o Sabatini zu Bologna (1533-1577), 
Schüler Tizians, doch später Nachahmer der Maler von Rom und 
Parma, ist in der Dresdener Galerie durch eine Verlobung der 
heiligen Katharina vertreten (Nr. 119): in der Mitte sitzt Maria und 
reicht dem Jesuskinde auf ihrem Schosse den Ring, rechts kniet 
die heilige. Katharina, links vorn Joseph als Brustbild; im Museum 
zu Berlin eine thronende Maria mit dem segnenden Kinde, links 
die Heiligen Katharina und Petronius, rechts Apollonia und 
Dominikus. Bartolomeo Passarotti zu Bologna (1530-1592) ge- 
hört, wie die vorigen, zu den Manieristen. Von ihm in der 
Dresdener Galerie ein Familienbildnis, als Kniestück (Nr. 116), 
an einem Tische sitzen zwei Männer, zwei Frauen und ein Kind, 
angeblich die Familie des Künstlers; im Museum zu Leipzig das 
Bildnis eines italienischen Nobile (Nr. 628). Von Prospero Fontana, 
geboren zu Bologna 1512, gestorben 1597, Schüler des Innocenzo 
da Imola, hat die Galerie in Dresden eine Maria mit dem Kinde 
und Heiligen (Nr. 115). Lavinia Fontcma (1552-1602), Schülerin
        

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