Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332252
des 
Meister 
und 
13. Jahrhunderts. 
659 
darstellen (Nr. 347 und 348); in der Kunsthalle zu Hamburg 
zwei Stillleben von totem Gedügel (Nr. 60a und b); im Rudolfinum 
zu Prag ebenfalls ein Stillleben von totem Geflügel (Nr. 206). 
Meister des 18. Jahrhunderts. Zu Anfang des 18. Jahr- 
hunderts gab es in England einige Maler, welche als Nachfolger 
der Franzosen gelten können, wie namentlich James Thornhill, 
und den Porträtmaler Highmore. Bald aber macht sich ein 
eigentümlich englischer Geist geltend. Der Genremaler William 
Hogarth wendet sich als Satiriker gegen die Verkehrtheiten der 
Gesellschaft; er ist der wahre Vorläufer der späteren Karikaturen- 
zeichner; indes ist seine Malerei nur skizzenhaft; die Schönheit, 
die er theoretisch erforschen wollte, erreichte er niemals in 
seinen Werken. Jnigo Collet und James Gillray gehörten zu den 
nächsten englischen Nachfolgern des Hogarth. Der Begründer 
der eigentümlichen englischen Malerschule ist aber erst Sir Joshua 
Reynolds, allerdings ein Eklektiker, der die grossen Vorzüge der 
italienischen Hauptmeister mit denen der Niederländer zu ver- 
einigen strebte. Er ist hauptsächlich Bildnismaler, seine Historien 
sind von geringerer Bedeutung. Die zweite Hälfte des 18. Jahr- 
hunderts hat dann eine grössere Anzahl englischer Maler aufzu- 
weisen: Georg Romney, den Nebenbuhler des Reynolds, aber 
denselben nicht erreichend; Thomas Gainsborough, den Begrün- 
der der englischen Laudschaftsmalerei, meist einfache heimatliche 
Gegenden darstellend; YVilson, den Nachfolger des vorigen und 
zugleich Nachahmer Poussins; YVheatley, besonders durch seine 
kleinen studienart-igen Aquarellen bekannt, die zwar idealisierte 
Auffassung zeigen, aber selten in die damals herrschende Senti- 
mentalität verfallen; Benjamin West, streng und kühn in der 
Zeichnung, aber im Kolorit weniger kräftig als Reynolds u. a. 
Im Anschluss an die vorigen sind noch zu nennen: James Bary, 
durch ein grosses symbolisches Gemälde, die Segnungen der 
Kultur darstellend, im Sitzungssaale der Akademie der Künste 
in London, bekannt; John Opie, einer der vortrefflichsten Maler 
dieser Zeit; James Northcote, ein Schüler von Reynolds; John 
Hoppner, ein geschätzter Bildnismaler; Thomas Stothard, Eklek- 
tiker wie Reynolds, aber der Schöpfer schöner Historienbilder; 
Richard Wegtall; und Johann Heinrich Fuessli aus Zürich, der 
mit seinen phantastischen Schauerszenen aus Volkssagen und Ge- 
spengtermärghen zur neuromantiscben Richtung überleitet, die 
eigentlich von England ausgehend, sich später auch nach Frank- 
reich und Deutschland verbreitete. Endlich vertritt John Flax- 
man in seinen Umrisszeichnllngen zu Homerv Heslod: Asßhylüß 
und Dante am Ende des 18. Jahrhunderts den neuklassischen 
Stil. Die französische Schule Davids bleibt in England ohne 
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