Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332182
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Frankreich. 
Telemach mit Pallas in der Gestalt des Mentor bei der Nymphe 
Kalypso; und eine Kopie der Findung des Moses von O. W. 
Schurig (Nr. 171-173). Jean Louis Emest Mcissonicr, geboren 
1813 zu Lyon, gestorben 1891 zu Paris, der berühmteste Maler des 
modernen Frankreich, war ein Schüler von Cogniet, aber mehr 
noch der alten Meister; er studierte Eyck und seine Nachfolger, 
dann die holländischen Kleinmeister und Sittenmaler des 17. Jahr- 
hunderts, denen er das individuelle Seelenleben in den Köpfen, die 
pikante Beleuchtung im geschlossenen Raume, die feine Durch- 
bildung der Lufttöne und die Wiedergabe der schillernden Seiden- 
und Sammetstoife ablauschte. Die in kleinem Format gehaltenen 
Bilder Meissoniers sind meist wahre Perlen der Kleinmalerei. 
Die Neue Pinakothek in MÄünchen hat von ihm die Bravi, zwei 
italienische Banditen, die an der Thür stehen und ihr Opfer er- 
warten (Nr. 649); in der Kunsthalle zu Hamburg die Rast des 
Reiters, aus der Zeit Louis" XIII, bezeichnet 1875 (Nr. 466). 
Gustave Brion, geboren 1824 zu Rothau in den Vogesen, gestorben 
zu Paris 1877, Schüler von Drolling, ist der Schilderer des 
elsässischen Landvolks und erinnert in seiner energischen und 
packenden Charakteristik an den Deutschen Knaus, wenn er ihn auch 
nicht erreicht. Brion schildert seine Elsässer in Freud und Leid, 
von der Wiege bis zum Grabe. Im Museum zu Stuttgart be- 
findet sich von ihm ein Hochzeitszug im Elsass (Nr. 766). Von 
Elise Puyroclze, geborene Wagner, geboren zu Dreden 1828, 
später in Lyon Schülerin Saint-Jeans, besitzt die Galerie in Dres- 
den den zerrissenen Kranz, ein üppiges, halb zur Erde gesunkenes 
Blumengewinde hängt noch halb an einem Zweige unter einer 
Vase von der Mauer herab, im Hintergründe Landschaft; und 
Blumen am Brennen, unter Baumstämmen, neben denen sich 
ein Wasserstrahl ergiesst, sind Blumen am Boden ausgebreitet 
(Nr. 2387 und 238715). Von A. Himin, in der Berliner Natio- 
nalgalerie eine Testaments-Eröifnung: inmitten eines Renaissance- 
zimmers sitzen die Gerichtspersonen an einem Tisch, umher Diener 
und Angehörige des Verstorbenen, links ein junger Mann in 
trotziger Haltung, ihm gegenüber ein Alter mit zwei Kindern, 
bezeichnet 1845 (Nr. 148). In der Neuen Pinakothek zu München 
von Henri Coroänne, geboren 1822 in Valencienne, der Dauphin 
von seiner Mutter, der Königin Marie Antoinette, getrennt (Nr. 38). 
Von Ch. Bouchez befindet sich in der Kunsthalle zu Hamburg 
der Seestrand bei Ter Schelling, bezeichnet 1853 (Nr. 280); eben- 
dort von Azngustc Ortmans, in Paris: eine Waldpartie mit Hirschen, 
bezeichnet 1849; eine Heidegegend mit Kühen, bezeichnet 1852; 
und eine Heidelandschaft mit Schafen, von 1852 (Nr. 496-498). 
Felix Baw-jias, geboren 1822 in Paris, Schüler von Leon Cogniet,
        

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