Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1332044
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Frankreich. 
(irafen Franz von Sauren, Landmarschalls in Inner-Österreich, 
ganze Figur, grau in grau gemalt (Nr. 501-505). Von Jean Louis 
de Marne, geboren 1744 zu Brüssel, gestorben 1829 zu Batignolles, 
schon vom zwölften Jahr ab in Paris, im Museum zu Kassel 
eine Flusslandschaft mit Landleuten und Vieh (Nr. 710); in der 
Kunstsammlung zu Basel von ihm ein orientalischer Seehafen 
(Nr. 225). F. G. Menageot, 1744- 1816, gestorben in London, 
Schüler der Boucher und Vien, ist in der Galerie zu Oldenburg 
durch eine Allegorie auf Krieg und Frieden vertreten (Nr. 334), 
Benjamin Gagnereaux, aus Burgund, ist um 1784 in Rom thätig 
und stirbt daselbst 1795. Von ihm besitzt das Rudoliinum in 
Prag den Besuch des Königs Gustav III. von Schweden bei Papst 
Pius VI. in Rom, in der Mitte schreitet nach vorn der Papst mit 
seinem Geste, beide von Gefolge begleitet, durch einen Saal des 
Museums Pio-Clementino, rechts vorn einige Sehweizergardisten, 
ganze Figuren (Nr. 218). 
Joseph Marie Vien, 1715-1809, ist der Begründer der neu- 
klassischen Richtung in der Malerei, er hatte das Bestreben, zur 
Einfachheit zurückzukehren, zu den ruhigen Linien, zur überlegten 
Färbung, verband aber damit ein bedeutendes eigenes N aturstudium. 
Herrschend wurde die neuklassische Schule erst durch den Schüler 
Viens, Jacques Louis David, geboren 1748 in Paris, gestorben 1824 
zu Brüssel; er war zugleich ein energischer Realist. In diesem 
Sinne malte er den Tod Marats u. a., sonst nahm er die Stoffe 
zu seinen Bildern aus der griechischen Geschichte, und verherrlichte 
später Napoleon als Nationalhelden. David hatte gegen die gleich- 
zeitigen Deutschen den Vorteil der festen akademischen Über- 
lieferung, er trat sofort mit bedeutendem malerischen Können auf 
und gab einen kraftvollen Ausdruck der Leidenschaften. Im 
Museum zu Köln befindet sich von ihm Perikles bei der Leiche 
seines Sohnes Paralus, zu den Füssen des Leichnams sitzt Phidias, 
links sitzt Aspasia, hinter ihr steht der junge Alcibiades, ihm zur 
Linken steht Anaxagoras, im Mittelgrunde stehen zwei Mägde 
(Nr. 941). Die kaiserliche Galerie in Wien hat von David: Napoleon, 
den St. Gotthard überschreitend (Nr. 14). Paul de St. Ours, ge- 
boren zu Genf 1752, gestorben zu Schaff hausen 1809, Schüler seines 
Vaters, dann seit 1770 des Vien in Paris, besuchte Rom und lebte 
seit 1792 in Genf. Die Augsburger Galerie besitzt von ihm 
eine samnitische Hochzeit, die Begegnung des Brautpaares findet 
in Gegenwart des Vaters und der Anverwandten statt, ein Schimmel 
und Stiere werden als Morgengabe für die Braut herbeigeführt, 
am Tische Gäste, rechts Zinken- und Hörnerbläser (Nr. 213). Von 
Louise Elise Vigee-Le Bmm, geboren zu Paris 1755, gestorben 1842, 
hat die Ozerninsche Galerie in Wien das Bildnis der Gräün
        

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