Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1331973
des 
Meister 
18. Jahrhunderts. 
631 
folgen zwei Alte, dann die beiden Jungen, von denen der Mann 
ein Glas WVein zurückgiebt, hinter ihnen noch andere Paare; und 
ein Tanz unter Bäurnen, eine Anzahl zärtlicher Paare lagert in 
einem Park, ein Paar in der Mitte führt einen Kontertanz aus 
(Nr. 787 und 788); im Museum zu Braunschweig, angeblich von 
ihm, eine stehende Dame und ein sitzender Lautenspieler; und eine 
sitzende Dame und ein stehender Guitarrespieler, Gegenstück zum 
vorigen (Nr. 536 und 537). 
Jean Baptiste Simäon Chardin, geboren in Paris 1698, gestorben 
daselbst 1774, Schüler des Noäl Ooypel, hat damit angefangen, 
Stillleben zu malen und hat sich später der Darstellung des ruhigen 
und einfachen bürgerlichen Lebens zugewendet; seine Figuren 
zeigen dieselbe Sorgfalt in der Wiedergabe des einzelnen, wie 
seine Stillleben, er nähert sich aber mehr den Holländern. In der 
Pinakothek zu München von ihm eine seiner anspruchslosen, an 
die besten Holländer erinnernden Küchenszenen (Nr. 1376); in der 
Kunsthalle zu Karlsruhe: das Orangenbäumchen, in einem Topfe 
auf einer Steinbank stehend, daneben ein Pfilaumenkörbchen und 
andere Früchte; ein Zinnkrug, auf einer Steinbank stehend, daneben 
ein Körbchen mit Früchten; eine Glasflasehe und ein Zinnbecher 
auf einer Steinbank stehend, daneben Früchte; ein totes Rebhuhn, 
an der Wand eines Kellers hängend, darunter ein Zinnteller mit 
Früchten und ein Korb mit Birnen; zwei tote Kaninchen, eines 
hängend, das andere neben einem Pulverhorn liegend (Nr. 495 
bis 499). Frangois Boucher, geboren 1704 in Paris, gestorben da- 
selbst 1770, Schüler des F. Le Meine, thätig in Paris, ist ein Künst- 
ler von unerschöpüicher Erfindung und fabelhafter Leichtigkeit 
der Produktion. Er hat, wie Watteau, die idyllische Welt für 
das 18. Jahrhundert erfunden, mit gewaschenen und gekämmten 
Schafen und bebänderten Hirten, einer Opernstaiiage gleichend, 
aber das Unwahre ist mit verführerischem Reiz vorgetragen. Die 
Berliner Galerie hat nur in seiner Art eine Venus, an einen 
Rasenhügel gelehnt und auf den abgestreiften Gewändern ausge- 
streckt, sie hält einen Blumenkranz über Amor, hinter ihr eine 
grosse Gartenvase (Nr. 496 A); im Germanischen Museum zu Nürn- 
berg von ihm das Bildnis einer unbekannten Fürstin mit gepuder- 
tem Toupet, den roten, hermelingefütterten Mantel halb umgeworfen, 
Brustbild (Nr. 420); im Museum zu Darmstadt Faune, zwei 
schlafende Bacchantinnen überraschend, über denen Amoretten 
schweben (Nr. 492 a); in der Kunsthalle zu Karlsruhe eine Liebes- 
szene, ein Jüngling und ein Mädchen, aneinander geschmiegt, in 
einem Park gelagert, er bricht eine Rose, dabei Schaf und Hund, 
dahinter zur Rechten eine plastische Gruppe; zwei Amoretten eine 
Urne haltend, aus der sich Wasser ergiesst; und eine Schäferinnen-
        

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