Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1331496
des 
Meister 
und 16. Jahrhunderts. 
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ihm eine lebensgrosse Darstellung, Maria und Johannes vom Grabe 
des Heilandes kommend, durch weiche zarte Malerei und Gemüts- 
tiefe fesselnd (Nr. 1279). Juem de las Roelas, geboren von flan- 
drisehen Eltern um 1558 in Sevilla, gestorben zu Olivarez 1625, 
ist unter dem Einflüsse venezianischer Meister ausgebildet; nach 
einer italienischen Reise thätig vornehmlich zu Sevilla, zeitweilig 
zu Madrid und seit 1624 zu Olivarez. Er ist der Hauptmeister 
der Übergangszeit vom 16. ins 17. Jahrhundert in der Schule von 
Sevilla. Von ihm in der Galerie zu Dresden eine Concepcion, 
Maria auf dem Halbmond stehend, in dem fünf Engelköpfe sichtbar 
sind, ihren Mantel breiten zwei erwachsene Engel aus, während 
zwei Engelknäblein die Krone über ihrem Haupte halten (Nr. 676); 
in der Galerie zu Berlin Maria in der Glorie von einem Jesuiten 
verehrt: Maria in einem Kranz von Cherubim auf der Mondsichel 
schwebend, erscheint dem knieenden Jesuiten Fernando de Mata, 
Engel halten eine Krone über Marias Haupt, weiter unten ein 
kleiner Engel, in einen Spiegel sehauend (Nr. 414A). Pedro de 
las Cuevas, geboren 1568 zu Madrid, gestorben ebendaselbst 1635, 
gehört wie der vorgenannte Meister in die Übergangszeit und gilt 
als Gründer der Schule von Madrid. Im Museum zu Schwerin 
von ihm der heilige Antonius, den Fischen im Wasser und den 
Tieren und Vögeln im Felde und Walde predigend, hinter ihm ein 
Einsiedler (Nr. 171). Pedro Orrente, geboren zu Montealegre in 
Muroia um 1560, gestorben zu Toledo 1644, ist ein Nachfolger des 
Giacomo da Ponte und des Tizian. Seine Jugend brachte er in 
Italien zu und lebte später in Toledo, Madrid und Sevilla. Er 
malt vielfach Herden und Hirten und verbindet diese Darstellungen 
mit Szenen au der Bibel. Die Galerie in Dresden besitzt von 
ihm Jakob und Rahel am Brunnen, letztere naht an der Spitze 
ihrer Herde (Nr. 677); in der kaiserlichen Galerie zu Wien: 
Christus von drei J üngern begleitet, in ein düsteres Gewölbe tretend, 
in dem Kranke liegen, und dieselben heilend; Hirten mit ihren 
Herden an einem Brunnen, im Hintergrunds der Traum Jakobs; 
und Johannes der Täufer in einer düsteren Felsenwildnis knieend, 
und aus einem Quell trinkend (Nr. 605-608). Von unbestimmten 
Spaniern aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts befinden sich in 
der Galerie zu Dresden: der reuige Petrus vor Christus, der an 
die Säule gefesselt ist; und die Kreuzigung Christi, unten Maria, 
und Johannes (Nr. 678 und 679). 
Meister des 17.Jahrhunderts. SpanienhatunterPhilipp I1I_ 
viel an politischer Machtstellung und Wohlstand eingebüsst, den- 
noch spiegelt sich in der Malerei noch der Abglanz eines Daseins 
voll Ernst und Würde und das tiefe Gefühl für Ehre und Glaubßm 
Die spanische Malerei will jetzt Leben und Schönheit anschauhch
        

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