Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1331472
Meister des 
16. Jahrhunderts. 
und 
581 
eine Abnahme vom Kreuze, welche noch die Nachfolge der nieder- 
ländischen Richtung zeigt (Nr. 124). An der Spitze der Meister, 
welche sich in der italienischen Schule gebildet haben, steht Alonso 
Bcwugzaete von Toledo, 1460-1562, Architekt, Bildhauer und 
Maler, der von 1503 bis 1520 direkt unter Michelangelo thätig 
gewesen sein soll. Seine fast auf Toledo beschränkten Malereien 
gehen ganz parallel denen der römischen Manieristen, sind aber 
sorgfältig ausgeführt. Er ist in der Kunsthalle zu Hamburg 
durch eine heilige Familie in der Landschaft, als Halbfiguren, ver- 
treten (Nr. 15). Pedro Campafita, als Vlame Peeter de Kempeneer, 
Baumeister, Bildhauer und Maler, geboren um 1490 vermutlich zu 
Brüssel, daselbst gestorben 1588, hat sich bei längerem Aufenthalt 
in Rom durch das Studium Raffaels und Michelangelos ausgebildet, 
ist vornehmlich in Sevilla thätig, dann seit 1562 in Brüssel. Von 
ihm sind Kirchenbilder in strenger architektonischer Komposition, 
aber mit dem Ausdruck von innen herauskomrnender Bewegung 
vorhanden; in der B erlin e r Galerie befindet sich von ihm eine Maria, 
welche dem in ihrem Arm ruhenden Christuskinde die Brust reicht, 
Halbfigur der Maria in Lebensgrösse (Nr. 409). Luis de Morales, 
genannt el Divino, geboren zu Badajoz um 1509, gestorben da- 
selbst 1586, thätig zu Toledo, Sevilla, Madrid und Badajoz, ist der 
älteste spanische Künstler von entwickelter nationaler Eigenheit. 
Die Galerie in Dresden hat von ihm ein Ecce homo, ein Brust- 
bild ohne Hände auf schwarzem Grunde, der Heiland trägt den 
Strick um den Hals, die blutigen Spuren der Dornenkrone sind 
an seiner Stirn sichtbar (Nr. 673); in der Galerie zu Berlin eine 
Maria mit dem Kinde, welches auf dem Schosse der Mutter 
sitzend zu der Garnweife aufblickt, die es in Form eines Kreuzes 
aufgestellt hat, die Maria in Halbfigur unter Lebensgrösse (Nr. 412); 
im Museum zu Stuttgart ein Ecce homo (Nr. 249); in der Kunst- 
sammlung zu Basel Maria und Johannes, und ein kreuztragender 
Christus (Nr. 228 und 229). Vicente Juan Macip, genannt Vicente 
Joanes oder Juan de Juanes, geboren um 1507 zu Fuente la 
Higuera, gestorben 1579 zu Bocairente, war vielleicht in der 
Schule Raffaels in Rom gebildet und wurde nach seiner Rückkehr 
das Haupt der Schule von Valencia im 16. Jahrhundert. Aus 
seiner Werkstatt stammt der Tod Marias in der Dresdener 
Galerie, neun Jünger umstehen das rotbehängte Sterbelager, zwei 
andere sitzen, aus grossen Büchern die Sterbegebete vorlesend, vorn 
links und rechts (Nr. 674-); in der Kunsthalle zu Karlsruhe, an- 
geblich von ihm, die Heimsuchung Mariae, unter der Thür des 
Hauses Maria und Elisabeth, einander umarmend, links Joseph 
und die beiden anderen Marien, im Hintergrunde der Landschaft 
noch einmal Maria mit den heiligen Frauen (Nr. 500). Von Vasco
        

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