Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1326158
Lombardische und Neapolitanische Schule, 15.Jahrh. 
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Das Museum zu Schwerin hat eine Maria auf dem Thron mit 
dem Kinde und Engeln, welche wohl unter dem Einflusse des 
Borgognone entstanden sein kann (Nr. 96), die goldenen Heiligen- 
scheine, die Krone der Maria und die Einfassungen der Kleider 
sind reliefartig erhöht, der Grund ist golden; in der Galerie zu 
Üldenburg von ihm die Madonna vor einem Tische stehend und 
eine Birne ergreifend, links auf dem Tische sitzend der Jesus- 
knabe einen Rosenkranz in den Händen haltend (Nr. 42). Macrino 
fllAlba, nachweisbar seit 1496, gestorben vor 1528, thätig in Alba, 
Asti und Turin, ist im Städelschen Institut in Frankfurt a. M. 
durch ein Altarbild in drei Teilen vertreten: im Mittel die thro- 
nende Maria mit dem Kinde, rechts Joachim empfängt die Ver- 
heissung, links die Begegnung von Joachim und Anna (Nr. 19). 
Pier Francesco Sacclzi aus Pavia, thätig vornehmlich zu Genua. 
1512-1527, vermutlich unter dem Einflüsse des Carlo del Man- 
tegna zu Genua ausgebildet, malt Bilder von einfachem Gemüts- 
ausdruck, in ilandrisch reicher Ausführung der Einzelheiten und 
der landschaftlichen Hintergründe. Im Berliner Museum von 
ihm Christus am Kreuz, zu den Seiten Maria und Johannes, am 
Kreuzesstamm ist Magdalena niedergesunken, neben ihr kniet eine 
heilige Frau und rechts der Stifter; in der Landschaft links die 
Kreuztragung, rechts die Bestattung Christi (Nr. 53). Ebendort 
von ihm die Heiligen Martin, Hieronymus und Benedikt, im Hinter- 
grunds das Kloster, zu welchem der Löwe die Karawane, welche 
den Esel geraubt hatte, zurücktreibt (Nr. 116). 
Die Anfänge der Neapolitanischen Malerschule werden 
auf Antonio Solario, genannt il Zingaro, gestorben um 1445, 
zurückgeführt; von ihm giebt es kein einziges beglaubigtes Bild. 
Sicher ist nur, dass neben dem flandrischen Einfluss auch die 
Schule von Umbrien in Neapel von Bedeutung wurde. In der Art 
des Zingaro soll ein aus fünf Tafeln bestehendes Altarwerk im 
Museum zu Köln gemalt sein: Christus erscheint dem heiligen 
Franziskus in Gestalt eines Seraphs und teilt ihm die Wundmale 
mit, rechts noch ein anderer Mönch, im Mittelgrunde rechts predigt 
der heilige Franziskus den Vögeln, links bringt er einen gezähmten 
Wolf (Nr. 788); der heilige Didacus (Nr. 789); der heilige Bernhardino 
von Siena, den Namen J esu, von Sonnenstrahlen umkränzt, in der 
Hand haltend (Nr. 790); der heilige Franziskus und der heilige 
Petrus Martyr (Nr. 791); der heilige Accursius mit einem Ge- 
fährten (Nr, 792); die Figuren sind grau in grau gemalt. Von 
einem unbestimmten Neapolitaner, vom Ende des 15. oder Anfang 
fies 16. Jahrhunderts, stammen das Bildnis eines jungen Fürsten, 
111 Goldstoffkleidung und das Bildnis einer jungen Fürstin, auf 
SChWarzem Grunde, in der Galerie zu Dresden (Nr. 69 und 70); 
Ehe, Cicerone. IV. 4
        

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