Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1326137
Oberitalienische 
Schule, 
Jahrhundert. 
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Sohn des Domenico Morone in Verona, nähert sich oft in der 
Schönheit der Gestalten dem Giovanni Bellini. Von ihm hat die 
Berliner Galerie eine Maria mit dem Kinde, welches einen Stieglitz 
hält (Nr. 46), und eine thronende Maria mit Heiligen (Nr. 4GB). 
Girolamo dai Libri, geboren zu Verona 1474, gestorben 1556, Sohn 
und Schüler des Miniaturmalers Francesco di Stefano, genannt 
dai Libri, hat sich unter Francesco Morone weiter ausgebildet. In 
der Berliner Galerie von ihm eine thronende Maria mit dem 
Kinde, vor den Stufen des Thrones der Apostel Bartholomaus und 
der heilige Zeno, auf der Brüstung drei musizierende Engel (Nr. 30). 
Giovanni Franccsco Camto, geboren zu Verona! 1470, gestorben 
daselbst 1546, Schüler des Liberale da Verona und des Andrea 
Mantegna, hauptsächlich zu Verona thätig, malt meist edle Ge- 
stalten aber mit auffallend kalter Färbung, schon etwas ausserlich 
klassizistisch. Eine Maria mit dem Kinde zwischen den Engeln, 
Halbfiguren auf schwarzem Grunde, besitzt von ihm die Galerie 
ill Dresden (Nr. 66); im Städelschen Institut zu Frankfurt a. M. 
die Halbfigur einer Madonna mit dem stehenden Kinde (Nr. 21); 
in der Sammlung zu Lützschena eine Maria das vor ihr liegende 
Kind anbetend (Nr. 193). Fwmcesco Bonsignori, geboren 1455, 
gestorben 1519, thätig zu Verona und Mantua, zeigt eine stilistische 
Verwandtschaft mit Montagna. Im Museum zu Breslau von ihm 
eine Maria mit dem Kinde, in einem Zimmer sitzend (Nr. 166); 
im Museum zu Berlin der heilige Sebastian, an einen Baum ge- 
fesselt, von Pfeilen durchbohrt, im Hintergrunds Felsen und eine 
befestigte Stadt (Nr. 46 O). Von Paolo Moranda, genannt Cavazzola, 
geboren zu Verona, gestorben daselbst 1522, Schüler des Domenico 
Morone, der schon den Übergang aus dem Realismus des liJahr- 
hlfnderts in die edle freie Charakteristik des 16. Jahrhunderts be- 
zefßhnet und namentlich in der Färbung eine grosse Vortreiflichkeit 
zelgt, besitzt das Städelsche Institut in Frankfurt a. M. eine 
Madonna in Knieiigur mit dem Ohristuskinde, rechts dahinter der 
Engel Gabriel (Nr. 496); im Rudolfinum zu Prag von ihm ein 
zweifelhaftes Bildnis eines jungen Mannes mit schwarzer Mütze, 
blauem Ünterkleide und dunklem mit Pelz verbrämtem Oberkleide 
(N13 485); in der Galerie zu Dresden ein männliches Bildnis in 
Halbfigur auf gelbgrauem Grunde, in dunklem Rock und schwarzem 
Pelzmantel (Nr. 201). llliccolö Giolßno, zu Verona um 1486 bis 
1518 thätig, ist im Museum zu Berlin durch eine Lukretia, sich 
den Tod gebend, auf dunklem Grunde, vertreten (Nr. 284); im 
Museum zu Kassel von ihm die Madonna in der Glorie mit Hei- 
hgen, in nicht ganz lebensgrossen Figuren (Nr. 465), in der oberen 
Hälfte des Bildes schwebt die Madonna mit dem segnenden Kinde 
auf Wolken, von den allegorischen Figuren des Glaubens, der Liebe
        

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