Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1331061
31T? 
110113110. 
Galerie zu Prag eine Frau im weissen Atlaskleide mit einem Weihe 
sprechend (Nr. 257); in der Sammlung zu Lützschena das Selbst- 
porträt des Künstlers in Lebensgrösse mit einer allegorisch- 
satyrischen Anspielung auf Netscher; und zwei Bildnisse, eines 
holländischen Kavaliers und einer Dame, Gegenstücke (Nr. 186, 
114 und 115). Von Gesina Ter Borch, geboren um 1620, Schwester 
des Gerard, hat das Museum in Stuttgart das Brustbild einer 
jungen Dame (Nr. 355). 
Caesar van Everdingen, geboren zu Alkmaar 1606, gestor- 
ben daselbst 1679, älterer Bruder des Allart van Everdingen, 
gilt als Schüler des Jan van Broekhorst zu Utrecht. Er war in 
Haarlem, dann wieder in Alkmaar thätig. Von ihm besitzt die 
Galerie in Dresden Bacchus mit zwei Nymphen in einer Grotte, 
vorn steht ein blonder Knabe mit einem Glase und einer Thon- 
iiasche, links blicken ein Satyr und eine schwarze Bacchantin 
hinein (Nr. 1834). Allart van Everdingen, geboren zu Alkmaar 
1621, gestorben zu Amsterdam 1675, Schüler des Roelant Saverij 
zu Utrecht und besonders des Pieter Molyn in Haarlem, ist nach 
Reisen in der skandinavischen Halbinsel zu Alkmaar, Haarlem und 
seit 1652 in Amsterdam thätig. Er stellt mit Vorliebe die ernste 
norwegische Natur dar, hohe Gebirge mit {insteren Tannen be- 
wachsen, wilde Gewässer und Seehäfen; seine Farbe ist tief und 
satt, die Durchbildung fein und detalliert. In der Galerie zu 
Dresden befinden sich von ihm: die Hirschjagd am Bergsee, die 
Figuren von N. Berchem; der grosse Wasserfall, zwischen waldigem 
und felsigem Ufer herabstürzend, im Mittelgrunde führt ein Holz- 
steg über einen zweiten Wasserfall, zwischen Felsen weiden Schafe; 
die Gebirgslandschaft mit einem Schlosse, rechts am Waldrande 
einige Männer bei einem gefällten Baum; die Wassermühlen, 
Gegenstück zum vorigen; und eine kleine Wald- und Felslandschaft 
(Nr. 1835-1839); im Museum zu Berlin: ein bewaldeter Berg- 
abhang, an dessen Fuss zwei Reiter; eine norwegische Landschaft 
mit felsigem Bergabhang und einigen Jägern, die Figuren von 
L. B. Bakalowicz; eine Flusslandschaft mit Kähnen; eine norwe- 
gische Gebirgslandschaft mit einem Tannenwalde; und die Burg 
am Flusse, auf dem sich mehrere Kühne mit Insassen befinden 
(Nr. 835, 835A und B, 887A und 913); in der kaiserlichen Galerie 
zu Wien die Sägemühle in felsiger Gegend an einem Bergstrom, 
der einen Wasserfall bildet, am Ufer Bretterhütten mit Holzstämmen 
und beschäftigten Leuten, im Mittelgrunde eine Schafherde 
(Nr. 823); in der Pinakothek zu München ein düsterer Wasser- 
fall in einer Schlucht mit einer Mühle bei Abend, und zwei andere 
Landschaften (Nr. 566-568). Das Museum in Schwerin hat von 
Allart v. Everdingen eine norwegische Gebirgslandschaft, im Vorder-
        

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