Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1330128
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Holland. 
Leiterwagen (Nr. 186); im Schlosse zu Aschaffenburg eine 
Landschaft mit einem breiten Fluss, einem mit Hornvieh beladenen 
Nachen und einer Fahre mit einem Postwagen (Nr. 37); dann eine 
Landschaft mit Hirten und Kuhherden (Nr. 148); und, nach ihm 
kopiert, eine Landschaft mit einem Wasserfall (Nr. 328); in der 
Kunsthalle zu Hamburg eine Flusslandschaft (Nr. 627); in der 
Sammlung zu Lützschena eine Landschaft (Nr. 201); in der 
Kunstsammlung zu Basel eine Landschaft mit Viehherde und 
Figuren (Nr. 146). Jacob Salomonszoon van Ruisdacl, geboren 
wahrscheinlich zwischen 1630 und 1640, bis 1666 in Haarlern an- 
sässig, dann in Amsterdam, daselbst 1681 gestorben, war wahr- 
scheinlich ein Schüler seines Vaters Salomon und malte in dessen 
Weise. Von ihm besitzt das Museum in Kassel einen Waldein- 
gang mit einer Herde und dem Hirten (Nr. 367); in der Galerie 
zu Berlin von ihm eine waldige Landschaft mit einer Herde 
(Nr. 912); im Germanischen Museum zu Nürnberg eine Land- 
schaft mit einer Eichengruppe an einem kleinen Wasserfall, im 
Vordergrunde eine Kuh- und Schafherde (Nr. 333). Der grosse 
holländische Landschaftsmaler Jacob von Ruisdael, geboren zu 
Haarlem 1628 oder 1629, gestorben daselbst 1682, ist vielleicht 
unter dem Einfinsse des Cornelis Vroom und seines Oheims Salo- 
mon van Ruisdael ausgebildet, thatig zu Haarlem und vornehmlich 
zu Amsterdam. Die nordische Stimmungslandschaft des Jacob 
van Ruisdael steht gleichwertig der heroischen der Italiener und 
Franzosen gegenüber; er schuf seine melancholischen Landschaften 
ohne Beihilfe historischer oder mythologischer Staffage; es genügen 
ihm gelegentlich dürftige Motive in Verbindung mit schweren 
Wolkenschatten und einzelnen Sonnenblicken; aber bisweilen giebt 
der Meister auch eine Natur von grossartigen Formen, felsige 
Höhen von Waldungen umgeben, Gewässer, welche brausend 
zwischen den Klippen herabstürzen, zuweilen eine einsame Wohnung, 
als Kontrast gegen die Schauer der Umgebung; seine vorzüglichen 
Marinen sind meist Sturmbilder. Die Galerie in Dresden besitzt 
eine Anzahl der Bilder des Jacob van Ruisdael, darunter einige 
Hauptwerke: Eine Waldlandschaft mit einem Sumpf, von links 
verfolgen Reiter, Treiber und Hunde einen iiüchtenden Hirsch; 
die Furt im Walde, in welche ein Karren hineinfahrt und einige 
Rinder hineingetrieben werden; das Kloster, eine hochpoetische 
Schöpfung: das alte hellbeleuchtete Kloster liegt im Thale des 
Waldgebirges, vorn fliesst ein Bach, an dem der Maler sitzt, 
während vom Kloster her eine Herde herabgetrieben wird; der 
Wasserfall vor dem Schlossberg, schäumend zwischen Felsen 
herabstürzend, vor dem Hause einige Leute; Schloss Bentheim 
auf der Anhöhe, links ein Sandweg, auf dem sich Wanderer
        

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