Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1326035
Venezianische 
Schule, 
15. Jahrhundert. 
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links die Heiligen Antonius von Padua und Franziskus, rechts die 
Heiligen Bonaventura und Bernardino; oben in der Mitte der 
tote Christus von Engeln betrauert, rechts die Heiligen Hiero- 
nymus und Johannes Bapt, links die Heiligen Georg und Paulus, 
sämtlich auf Goldgrund (Nr. 1143). Die grossherzogliche Samm- 
lung in Oldenburg hat aus der Schule von Mnrano die Heiligen 
Laurentius und Johannes (Nr. 75) und die heilige Katharina und 
den heiligen Nikolaus von Bari (Nr.  Die erste Ausbildung 
Carlo Crivellis, von dem zwischen 1468-1493 datierte Bilder vor- 
handen sind, geht auf die Schule von Murano zurück; er folgt 
aber später der Art Mantegnas und noch später den unibrischen 
Meistern, von denen er die leidenschaftlichen Bewegungsmotive 
übernimmt. Das Museum in Berlin hat von ihm eine heilige 
Magdalena in reicher zum Teil plastisch verzierter Kleidung auf 
einem Marmorpostament, hinter ihr ein schmaler Teppich, über 
dem oben ein Blumengewinde hängt, und gemusterter Goldgrund 
(Nr. 1156); dann ein Christus im Grabe von Maria und Johannes 
gehalten, links der heilige Hieronymus in Bussübung, rechts die 
heilige Magdalena (Nr. 1178). Von demselben im Städelschen 
Institut zu Frankfurt a. M. der Erzengel Gabriel und als Gegen- 
Stück eine Maria im Inneren ihres Gremaches knieend (Nr. 33 und 
34), Teile eines grösseren Altarwerks. Aus der italienischen 
Schule um 1450, vermutlich aus der venezianisch-paduanischen, 
stammt ein heiliger Antonius von Padua auf Goldgrund, oben die 
auf Wolken thronende Maria, ihr gegenüber der segnende Christus 
im Museum zu Berlin (Nr. 1141). Andrea da Murano, am Ende 
des 15. Jahrhunderts thätig, war vermutlich ein Gehilfe des Bar- 
tolomeo Vivarini, steht aber diesem, sowie dem Crivelli an künst- 
lerischer Bedeutung nach. Seine Zeichnung ist hart, dagegen zeigt 
sich Kraft des Ausdrucks und Energie der Bewegung. Die kaiserliche 
Galerie in Wien hat von ihm Christus am Kreuz mit Maria und Jo- 
hannes, im Hintergrund die Stadt Jerusalem (Nr. 13). Aus der Schule 
V011 Murano um 1450 stammt ein ErzengetMichael in goldener 
Rüstung auf dem Drachen stehend und auf der Seelenwage zwei 
nackte Gestalten wägend (Nr. 1155) in der Berliner Galerie. 
Antonello da Messina, gestorben um 1493, siedelte 1473 nach 
Venedig über; er hatte sich vorher in den Niederlanden die Eyck- 
80118 Technik der Ölmalerei angeeignet, brachte diese nachVenedig 
und wurde noch für die letzte Ausbildung der Bellini, namentlich 
des! Giovanni, von entscheidender Bedeutung. Die Werke Antonellos 
Eigen geringe Erßndungskraft, aber naturalistische Züge, besonders 
111 den Bildnissen. Ein heiliger Sebastian von ihm in der Galerie 
211 Dresden steht auf den Fliesen eines städtischen Platzes, an 
Eulen Baum gebunden, er ist bereits von Pfeilen durchbohrt,
        

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