Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1329977
Haarlemer Schule 
des 
17. Jahrhunderts. 
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zechende Bauerngesellschaft um einen Tisch sitzend, dabei ein 
Violinspieler (Nr. 334); im Museum zu Gotha das Brustbild eines 
alten Mannes (Nr. 278); in der Kunsthalle zu Hamburg: Tanzende 
Bauern in der Schenke; vier Bauern beim Kartenspiel; und noch- 
mals derselbe Gegenstand (Nr. 106-108); im Stadtmuseum zu 
Königsberg das Innere einer Schmiede (Nr. 109); in der Nostiz- 
scheu Galerie in Prag, vielleicht von J. M. Molenaer: eine 
Bauernfamilie in der Stube, ein halbnackter Junge nach den Tönen 
einer Flöte tanzend (Nr. 131); ein Leiermann in der Bauernschenke, 
und trinkende Bauern in der Schenke (Nr. 154 und 155); und 
ebendort, zweifelhaft wie die vorigen, eine Bauernfamilie an einem 
runden Tische in der Stube (Nr. 186). Willem de Poorter, ge- 
boren zu Haarlem und daselbst noch nach 164.5 thätig, Schüler 
Rembrandts schon in Leiden, thätig zu Haarlem, malt hauptsächlich 
biblische Szenen in der Art seines Meisters. In der Galerie zu 
Dresden befinden sich von ihm: Esther vor Ahasver; die Ehe- 
brecherin vor Christus, in einer gotischen Tempelhalle; und nach 
Rembrandt die Darstellung Christi im Tempel (Nr. 1392-1394); 
im Museum zu Berlin die Gefangennahme Simsons, der im 
Schosse der Delila eingeschlafen ist, durch die Philister (Nr. 820 A); 
im Museum zu Braunschweig von einem Willem de Poorter ein 
Stillleben, Rüstungsstücke, Fahnen u. s. w. (Nr. 4.30). Thomas 
Wiick, geboren zu Beverwijk bei Haarlem, angeblich 1616, ge- 
storben 1677, Schüler seines Vaters, unter dem Einflusse des 
Pieter van Lear weitergebildet, thätig zu Haarlem nach einem 
Aufenthalte in Italien, malte Landschaften mit bedeutender Staf- 
fage, öfter Strandansichten nach Motiven aus der Umgegend von 
Neapel, indes sind seine Alchimisten und Gelehrte im Studier- 
zimmer meist besser als seine Seehäfen. Die Galerie in Dresden 
hat von ihm: einen Alchimisten mit der Flasche in der Hand in 
seinem Laboratorium, sich zu einem jungen Gehilfen wendend; 
den Alchimisten mit dem leeren Beutel in der Hand, im Hinter- 
grund ein Gehilfe; und ein italienisches Strandbild mit Staffage 
(Nr. 1403-1405); im Museum zu Berlin ein Seehafen mit Ruinen 
eines römischen Tempels, auf dessen Plattform allerlei Volk sich 
beündet (Nr. 877); in der kaiserlichen Galerie zu Wien Männer 
an einem Ziehbrunnen in einem alten Gebäude, rechts zwei vor- 
nehme Herren, die mit einem zerlumpten Jungen sprechen; und 
ein Meeresufer mit den Resten eines korinthischen Tempels und 
Figurenstaffage (Nr. 1388 und 1389); im Museum zu Schwerin: 
eine Kaufhalle mit Waren gefüllt, zwischen denen ein orientalischer 
Kaufmann im Turban steht u. s. w.; ein südlicher Seehafen bei 
Abendbeleuchtung, eine alte gute Kopie; eine zweite Kopie des- 
selben Seehafens; und der Alchimist in seinem Laboratorium vor
        

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