Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1329945
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Holland. 
furt a. M. eine Eisdäche, von Scblittschuhläufern belebt (Nr. 205 c); 
im Museum zu Leipzig ein Fleischer mit einer Frau in einem 
stallartigen Raume (Nr. 565); in der Kunsthalle zu Hamburg 
ein Reiter und ein Fussganger vor einem Wirtshause (Nr. 125). 
Philips Wouwerman, geboren zu Haarlem 1619, gestorben daselbst 
1668, Schüler seines Vaters Paulus Joosten Wouwerman und des 
Jan Wijnants, vielleicht auch des Pieter van Laar, thätig zu 
Haarlem, staffierte seine Landschaften mit Menschen und Tieren, 
namentlich mit Pferden; bald aber wurden diese Staffagen zur 
Hauptsache. Reiter sind nahezu auf allen seinen Bildern, welche 
J agdzüge. Ausritt und Heimkehr vornehmer Gesellschaften, Falken- 
beizen mit Damen u. a. wiedergeben, vorhanden, und die Pferde 
sind meisterhaft dargestellt, gewöhnlich nimmt ein Schimmel die 
wichtigste Stelle ein; aber er malt auch Gefechte, räuberische 
Überfälle, Reitschulen und Szenen bei einer Schmiede. Seine 
Bilder sind meist in kleinerem Format gehalten. In der Galerie 
zu Dresden befinden sich von ihm 61 Bilder, den oben ange- 
deuteten Stoffgebieten angehörend, darunter auch eine Verkündigung 
an die Hirten, und die Predigt Johannes des Täufers, Fischer am 
Strande, meist aber Reiter auf der Jagd, vor Wirtshäusern, 
Schmieden, oder im Gefecht begriffen (Nr. 1408-1468); ebendort 
an Kopien nach ihm sieben Bilder (Nr. 1468A, 1469-1474); im 
Museum zu Berlin: die Reitschule, der Halt und der Aufbruch 
einer Jagdgesellschaft, Pferde vor der Schmiede, Reiter in einer 
Winterlandschaft, und der Heuwagen (Nr. 899-900, 900 B-D 
und 903); in der kaiserlichen Galerie zu Wien: zwei Überfälle 
durch Räuber, eine Reitschule, ein Halt auf der Jagd, und Schnitter 
in einer Landschaft (Nr. 1403-1407); in der Pinakothek zu 
München von ihm 19 Bilder, Kriegsszenen, Hirschjagden, Falken- 
beizen und andere ländliche Szenen, fast immer mit dem be- 
kannten Schimmel ausgestattet (Nr. 496-514); im Museum zu 
Schwerin wieder zehn Bilder, darunter zwei Kopien (Nr. 1125 
bis 1134); im Museum zu Kassel 23 Bilder, darunter drei Strand- 
bilder (Nr. 314-336); und von einem Nachfolger des Meisters 
Reiter vor einer Schenke (Nr. 338). Das Museum zu Braun- 
schweig besitzt von Ph. Wouwerman eine Himmelfahrt Christi 
(Nr. 306); in der Galerie zu Augsburg von ihm ein Ausritt, und 
ein Halt auf der Falkenjagd (Nr. 623 und 624); im Rudolfinum 
zu Prag Pferde auf der Weide (Nr. 737); im Museum zu Stutt- 
gart fünf Bilder mit Pferden (Nr. 302, 309, 341, 346 und 391); 
in der Harrachschen Galerie zu Wien Fischweiber neben einem 
sitzenden Manne mit Pferd u. s. w., und nach ihm Pferde und 
Arbeiter am Ufer eines Kanals (Nr. 295 und 345); in der Czer- 
ninschen Galerie daselbst eine Rückkehr von der Jagd (Nr- 118);
        

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