Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1329917
des 
Schule 
Haarlemer 
Jahrhunderts. 
425 
sitzend, in fast lebensgrosen Figuren, vor dieser Gruppe ein 
grosses, schön geordnetes Stillleben, in der Landschaft Lot und 
seine Töchter vom Engel geleitet, weiter zurück die Salzsäule der 
Mutter (Nr. 430); noch zweifelhafter in der Benennung ist ein 
P. Grebber zugeschriebener weiblicher lebensgrosser Studienkopf 
im Museum zu Hannover (Nr. 164); in der Galerie zu Olden- 
burg Heraklit und Demokrit in Unterhaltung (Nr. 167); in der 
Nostizschen Galerie zu Prag das Bildnis einer Frau (Nr. 259). 
Adriacm vom Ostade, geboren zu Haarlem 1610, gestorben daselbst 
1685, Schüler des Frans Hals, unter dem Einiiusse Rembrandts 
weiter ausgebildet, thätig zu Haarlem, stellt Szenen aus dem 
Bauernleben in und vor der Schenke dar, zuweilen auch Dorf- 
schulmeister, Quacksalber u. s. w. Seine frühesten Bilder zeigen 
den starken Einfluss seines Mitschülers Adriaan Brouwer, unter- 
scheiden sich aber von dessen Werken durch einen kühlen Ton; 
später brachte er in seine Bauerntypen mehr originelles Element, 
seine Kompositionen werden vollendeter, die Farbe goldiger, ein 
feines Helldunkel verrät den Einüuss Rembrandts; noch später 
wird sein Ton wieder grauer und die Erfindung weniger geistreich. 
In der Dresdener Galerie befinden sich von ihm: ausgelassene 
Bauern in der Schenke, vorn ein Geiger; der Stammtisch in der 
Dorfschenke, rauchende und zechende Bauern um einen Tisch 
sitzend; der Künstler in seiner Werkstatt an der Staffelei; zwei 
schmausende Bauern, Kniestück, hinter ihnen die Wirtin; zwei 
rauchende Bauern, Kniestück, und die Wirtin; und Männer und 
Frauen i'm Bauernwirtshause, zechend und kosend (Nr. 1395-1400); 
ebendcrt eine lKopie nach ihm, der Tanz vor der Dorfschenke 
(Nr. 1401); und von einem Nachahmer des Meisters Kartenspieler, 
Raucher und Trinker in der Wirtsstube (Nr. 1402). Das Museum 
in Berlin hat von A. van Ostade: die kleine Knietigur einer alten 
Frau; der Leiermann vor dem Bauernhause, von Kindern umringt; 
ein rauchender Bauer vor dem Kamine sitzend; eine Bauerngesell- 
schafr. in einer Hütte einem Flötenbläser zuhörend; und der Arzt 
in seinem Studierzimmer, kleine Knietigur (Nr. 841, 855, 85513. 
bis C). Eine Jugendarbeit des Meisters, der Dorfbader, einem 
Bauern den Zahn ziehend, während die zuschauende Familie des- 
selben in Jammer ausbricht, beündet sich in der kaiserlichen 
Galerie in Wien (Nr. 1088); ebendort eine Kopie nach ihm, 
trinkende und rauchende Bauern in einer Wirtsstube (Nr. 1089). 
Eine Anzahl der Bauernbilder Ostades befinden sich in der Pina- 
kothek zu München: Bauernschenken (Nr. 369, 372-375); ein 
äusserst lebendig geschilderter Bauerntanz (Nr. 370), und eine 
Bauernrauferei mit glücklicher Wiedergabe des Charakteristischen 
(Nr. 371); im Museum zu Schwerin von ihm: ein zechender
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.