Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1329887
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Holland. 
Kavalieren und drei Damen (Nr. 111 und 112); in der Kunsthalle 
zu Hamburg zwei Kavaliere und eine Dame am Tische (Nr. 70). 
Frans Hals der Jüng., geboren zwischen 1617 und 1623 zu Haar- 
lem, wo er seit 1637 thätig war, daselbst 1669 noch am Leben, 
Schüler seines Vaters Frans Hals; seine Bilder unterscheiden sich 
von denen seines Vaters durch schwerere Farbe und derbere Pinsel- 
führung. In der Galerie zu Dresden von ihm Hille Bobbe und 
der Raucher, Kniestück: die Alte sitzt hinter ihrem Tisch, auf 
dem Fischwaren liegen, und wendet sich gegen einen jungen Mann, 
der ihr aus offenem Munde Rauch entgegenbläst (Nr. 1364); im 
Museum zu Berlin von ihm ein Stillleben von Metallgefässen 
neben venezianischen Gläsern, Büchern u. s. w. (NnQOSA); im 
Museum zu Schwerin eine junge Dame und ein Kavalier musi- 
zierend, weiter zurück am Kamin eine junge Frau mit einem 
älteren Mann Karten spielend, dahinter eine Alte (Nr. 450); im 
Stadtmuseum zu Königsberg ein Stillleben (Nr. 109a); in der 
Kunsthalle zu Karlsruhe zwei Bilder, jedes ein Gerümpel im 
Inneren eines Bauernhauses darstellend, auf dem einen ein Bauer 
am Kamin, auf dem anderen lebendes und totes Geflügel, Gegen- 
stücke (Nr. 858 und 359). Jan Verspronclo, geboren zu Haarlem 
1597, gestorben daselbst 1662, Schüler des Frans Hals, thätig zu 
Haarlem, kommt als Bildnismaler seinem Meister nahe, obgleich 
er die geniale Technik und die packende Auffassung desselben 
nicht erreicht. Im Berliner Museum ist Verspronck durch die 
lebensgrosse Knieiigur einer sitzenden Frau vertreten (Nr. 877A); 
in der Pinakothek zu München durch ein schönes Frauenbildnis 
(Nr. 360); im Museum zu Stuttgart durch das Bildnis eines 
jungen Mannes (Nr. 360). Im Städelschen Institut zu Frank- 
furt a. M. von ihm das Bildnis einer Dame in Halbtigur (Nr. 177); 
und ein männliches Bildnis (Nr. 177 a); im Germanischen Museum 
zu Nürnberg, in der Art des Meisters, ein männliches Brustbild 
(Nr. 329); im Museum zu Oldenburg: zwei männliche Bildnisse 
in Halbfigur, lebensgross; das Bildnis einer Frau, ebenso; und das 
Bildnis eines jungen Mädchens, als lebensgrosses Brustbild (Nr. 
240-243). Salomon de Bray, geboren in Amsterdam um 1597, 
gestorben zu Haarlem 1664, ist in der Dresdener Galerie durch 
zwei Bilder vertreten: ein junges Mädchen im Strohhut, und ein 
bekränzter junger Mann, beide in Halbfigur und Gegenstücke (Nr. 
1366 und 1367). Pieter van Laar, genannt Bamboccio, geboren um 
1590 zu Haarlem, gestorben nach 1658, nachweislich zwischen 
1631 und 1637 in Rom, seit 1639 angeblich wieder in Haarlern, 
erhielt den ersten Unterricht durch Giovanni del Campo in Rom. 
Er vermied das Ideale und huldigte dem Derbnaturalistischen, das 
er mit Humor und grosser Naturtreue in Szenen aus dem niederen
        

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