Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1329799
Haager Schule 
des 
Jahrhunderts. 
413 
Wien von ihm eine Bauernstube mit rauchenden und tanzenden 
Bauern (Nr. 1134); im Museum zu Braunschweig ein Bettler 
und eine Bettlerin; und ein Branntweinverkäufer und ein altes 
Weib, Gegenstück zum vorigen (Nr. 298 und 299); in der gross- 
herzoglichen Galerie zu Mannheim Soldaten in einer Schenke; 
und Soldaten, die sich schlagen, drei Halbfiguren in Lebensgrösse 
(Nr. 166 und 167); im Museum zu Leipzig eine vornehme Ge- 
sellschaft, zwei Pärchen und ein junger Mann Guitarre spielend 
(Nr. 621). 
Moses mm Uijtenbroeck, geboren im Haag Ende des 16. Jahr- 
hunderts, gestorben daselbst 1648, brachte die Elsheimersche Mal- 
weise aus Italien nach Holland. Er stellt meist Landschaften mit 
mythologischen Szenen dar, deren Staffage weniger gut ist als die 
Landschaft selbst. Die kaiserliche Galerie in Wien bewahrt von 
ihm eine Landschaft mit tanzenden Hirten; und eine Landschaft 
mit Nymphen und Satyrn, im Mittelgrunde ein Hirsch von Jägern 
und Hunden verfolgt, weiter zurück ein Jäger und Störche (Nr. 1325 
und 1326); im Museum zu Kassel der Triumph des Bacchus, der 
Gott sitzt in einer hügeligen Landschaft auf einem von Panthern 
gezogenen Wagen, von nackten Weibern, Jünglingen und Satyrn 
umgeben, ihm voran reitet der trunkene Silen auf einem Esel 
(Nr. 171); im Museum zu Braunschweig ein ähnliches Bacchus- 
fest wie das vorige, und Jupiter und Merkur bei Philemon und 
Baucis (Nr.216 und 217); im Rudolfinum zu Prag Bacchus und 
Ariadne auf Naxos (Nr. 699); im Schlosse zu Aschaffenburg die 
Erweckung des Lazarus in kleinen Figuren (Nr. 34); im Germani- 
schen Museum zu Nürnberg eine Landschaft im Charakter von 
Tivoli mit dem Wasserfall und dem nackten Mesäus, an eine 
weisse Kuh gelehnt, im Gespräch mit dem greisen Hirten Battus 
)Nr. 319); in der Galerie zu Augsburg Juno dem Argus die I0 
in Gestalt einer weissen Kuh übergebend, links oben Argus, wie 
er die Kuh vor sich hertreibt (Nr. 144). Esaias van de Velde, 
geboren vermutlich zu Amsterdam um 1590, gestorben im Haag 1630, 
malte hauptsächlich Gefechte und Dorfplünderungen, staffierte auch 
oft die Landschaften anderer Maler; er gehört zu den ältesten 
holländischen Naturalisten. Die kaiserliche Galerie in Wien hat 
von ihm ein Reitergefecht, Handgemenge im Vordergrund, in der 
Ferne nur undeutlich die Schlacht (Nr. 1346); in der Pinakothek 
in München eine Volksbelustigung auf dem Eise mit kräftigen 
und gedrungenen Figürchen in einer fein abgestimmten Landschaft 
(Nr, 530); im Museum zu Kassel eine Winterlandschaft, mit, 
schneebedeckten Bauernhäusern, Männern und Frauen, links eine 
Eisfläche, über welche ein Mann einen beladenen Schlitten schiebt, 
und ein Bauer, der sich Schlittschuhe anschnallt (Nr. 355); im
        

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