Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1329753
Haager 
Schule 
des 
Jahrhunderts. 
409 
(Nr. 961 und 975); eine Anzahl der Werke des Meisters befindet 
sich im Museum zu Schwerin: ein Frühstückstisch; eine Jagd- 
beute mit Jagdgeräten; ein zweiter Frühstückstisch; zwei Bilder 
mit Jagdbeute und Jagdgeräten; Blumen in einer Glasvase; und 
zwei Bilder mit Gartenfrüchten auf einer Marmorplatte (Nr. 2 bis 
10); im Museum zu Kassel ein Früchtestück mit Schmetter- 
lingen (Nr. 412); im Museum zu Hannover ein ähnliches Früchte- 
stück (Nr. 2). Die Kunsthalle zu Karlsruhe bewahrt von W. van 
Aelst eine J agdbeute von Federwild mit Jagdgeräten, und eine 
Distel, von Maus, Frosch, Schnecke, Schmetterlingen und Spinne 
umgeben (Nr. 350 und 351); im Museum zu Gotha ein Frühstück, 
eine Zinnschüssel mit einem Hering, Brot und Zwiebeln u. s.w. 
(Nr. 235); in der Kunstsammlung zu Basel wieder ein Frühstück 
(Nr. 243); in der Sammlung zu Lützschena ein Frühstück auf 
einem Tische, daneben Gläser (Nr. 119). Maria vom Osterzoyck, 
geboren zu Nootdorp 1630, gestorben zu Eutdam 1693, Schülerin 
des J. Davidsz. de Heem, ist hauptsächlich zu Delft als Stillleben- 
malerin thätig. Von ihr befinden sich Früchte mit einem Gold- 
pokal und einem Römer voll Rheinwein; dann Blumen in einem 
dunklen Glasgefäss in der Galerie zu Dresden (Nr. 1333 und 
1334); in der kaiserlichen Galerie zu Wien ein Blumenstrauss in 
einer Vase mit Insekten; und ein Stillleben von einem Globus, 
einem Totenkopf, einem Manuskript, Blumen in einem Glasgefäss u. s.w. 
(Nr. 1083 und 1084); im Museum zu Schwerin ein Blumenstrauss 
in einer Flasche (Nr. 756); im Rudolfmum zu Prag ein Blumen- 
strauss in einer kleinen Glasvase (Nr. 534); in der Kunsthalle zu 
Karlsruhe ein Blumenstrauss in einem Glasgefässe (Nr. 368). 
Haager Schule. Bei den im Haag lebenden und wirkenden 
Meistern zeigt sich noch teilweise dieselbe Mischung von idea- 
listisch italienischem und realistisch hollandischem Wesen, wie 
dasselbe auch bei den Delfter Künstlern vorkam; übrigens geht 
nicht gerade ein grosser, bahnbrechender Meister aus der Haager 
Schule hervor. Um nur einige beispielsweise zu nennen, so ge- 
hören Jan Ravestijn und andere Bildnismaler im Haag noch zu 
den älteren Malern, welche die schlichte, treue Wiedergabe der 
Züge wohl zu erreichen-wissen, aber in der Charakteristik nicht 
gerade das Hervorragende leisten, während an van Goyen aller- 
dings einer der besten Vorläufer der holländischen naturalistischen 
Richtung in der Landschaftsmalerei ist, einer Richtung, die in den 
Ruysdaels, Hobbema. u. a. den Höhepunkt ihrer Entwickelung er- 
reicht. Jan Antonisz van Ravestijn, geboren angeblich 1572 im 
Haag, gestorben daselbst 1657, thätig im Haag, ist besonders als 
Bildnismaler bekannt. Von ihm besitzt die Berliner Galerie 
zwei männliche Bildnisse, das eine lebensgrosses Brustbild, das
        

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