Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1329444
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Südliche 
Niederlande. 
Blumen in einem Thonkrug; Blumen auf einer Tischplatte liegend; 
und nochmals Blumen auf einem Tische (Nr. 112-115); im Mu- 
seum zu Hannover ein Blumenstrauss in einer Vase, daneben 
ein Eichenzweig mit Laub und Eicheln (Nr. 59); in der kaiserlichen 
Galerie zu YVien: ein Blumenstrauss mit Insekten in einem Glase; 
eine grosse Mohnpflanze mit Blüten, neben welcher ein Körbchen 
mit Blumen steht, am Boden kriecht eine Eidechse; und ein Früh- 
stückstisch (Nr. 721-723). Von Adriane-n de Grijü", geboren an- 
geblich zu Antwerpen etwa um 1670, gestorben angeblich zu 
Brüssel 1715, befindet sich im Rudolfinum zu Prag ein Gemüse- 
händler mit einem Stillleben von Geflügel und Gemüse, davor eine 
Katze und ein Hund, darüber ein angeketteter Falke; und Früchte 
und Gemüse, in der Ferne eine Gemüsehandlerin (Nr. 237 und 
238); in der Kunstsammlung zu Basel von ihm drei Bilder, jedes 
Hunde mit totem Wild darstellend (Nr. 153-155). Von Johan 
Baptist Tyssens, im Haag von 1675 bis 1678 thätig, hat das Ru- 
doltinum in Prag ein Stillleben aus Rüstungsstücken, in der Ferne 
ein Reitergefecht, und ein zweites Stillleben mit ähnlichen Gegen- 
ständen (Nr. 696 und 697). 
Wallonische Meister des 17. Jahrhunderts. In geo- 
graphischer Hinsicht bilden die wallonischen Meister allenfalls eine 
besondere Gruppe, aber eine Schule von eigener Entwickelung 
bilden sie nicht; sie werden meist vom Stil der Italiener und 
Franzosen beeinflusst. Einer ihrer Meister, Gerard de Lairesse, 
muss sogar als einer der entschiedensten Manieristen gelten, indem 
sein ganzes Bestreben darauf hinausging, den Stil Poussins mit 
dem der Italiener zu verbinden. Geraert Dmzffet, geboren 1594 zu 
Lüttich, gestorben ebenda 1660, Schüler des J. Taulier, dann des 
Rubens, eignete sich in Italien die grosse Weise der dortigen 
Meister an. In der Galerie zu Augsburg von ihm der Heiland, 
den Aposteln erscheinend, in ganzen lebensgrossen Figuren (Nr. 136); 
und das Bildnis eines schwarzgekleideten Mannes (Nr. 138); in der 
Pinakothek zu München von ihm vier vortrefflich charakterisierte 
Bildnisse (Nr. 874-877); die Auffindung der Leiche des heiligen 
Franz, und die Aufrichtung des ersten Kreuzes durch die Kaiserin 
Helene. (Nr. 872 u. 873), letzteres manieriert ganz in der Art der 
Schule von Bologna. Bartholet F lämal, geboren zu Lüttich 1614, 
gestorben daselbst 1675, Schüler des Ger. Douffet, ist in Italien 
und Frankreich vom Stile der Italiener und Franzosen, besonders 
dem des Poussin beeinflusst. Er ist eine Zeit lang in Paris, später 
wieder in Lüttich thätig. Die Galerie in Dresden hat von ihm 
Aneas Abschied von Troja, rechts die brennende Stadt, neben 
Aneas stehen seine Gattin, sein Sohn und der Pädagog, ganz 
rechts sitzt Anchises (Nr. 1231); im Museum zu Breslau von ihm
        

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