Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1329244
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Südliche 
Niederlande. 
Amsterdam, vorn ein stilles Wasser, über welches eine Brücke 
führt (Nr. 772); im Museum zu Kassel eine Stadt mit einem 
kleinen Hafen, an einem breiten Flusse, mit Staffage (Nr. 359); 
im Ferdinandeum zu Innsbruck eine Winterlandschaft (Nr. 732). 
Pieter vom Bredael, geboren zu Antwerpen 1629, gestorben da.- 
selbst 1719, auf Reisen in Italien und Spanien gebildet, meist in 
Antwerpen thätig, ist im Museum zu Breslau durch eine Cam- 
pagnalandschaft mit heimkehrender Herde vertreten (Nr. 613); indes 
könnte auch Alexander van Bredael, der Sohn und Schüler seines 
Vaters Pieter, der Urheber des Bildes sein; im Museum zu Kassel, 
nur angeblich von Pieter Bredael, eine Meeresbucht mit Schiiten 
und gebirgigem Ufer (Nr. 48a). Von Theodor Apshoveoz, geboren 
1630 zu Antwerpen befindet sich eine kleine Landschaft mit einem 
Bauernhause und verschiedenen Figuren in der Art des Teniers im 
Museum zu Darm stadt (Nr. 410). Von Pietcr Nicolaas Spierinclcs, 
geboren 1635 in Antwerpen, gestorben daselbst 1711, Schüler 
seines Vaters Anthoon, thatig in Antwerpen und Paris, hat das 
Germanische Museum in Nürnberg eine Ansicht von Paris mit 
der St. Michaelskirche rechts und der Notredamekirche links und 
am Ufer zahlreiches Volk und Kähne (Nr. 310). Abraham Genoels 
d. Jüng., geboren 1610 zu Antwerpen, gestorben daselbst 1723, 
folgte einer stilvollen Landschaftsmalerei nach dem Vorbilde des 
Poussin. Von ihm besitzt das Museum in Braunschweig eine 
Landschaft mit Ruinen und einem Hirtenpaare (Nr. 151); im 
Museum zu Darmstadt, angeblich von ihm, eine kleine Land- 
schaftsskizze mit Tobias und dem Engel (Nr. 420 a). Comelis 
Huysmans, auch Huysmans van Mecheln, geboren zu Antwerpen 
1648, gestorben zu Mecheln 1727, Schüler des Kasper de Witte 
und des Jacques d'Arth0is, ist in Mecheln, Brüssel und Antwerpen 
thätig. Er malte Landschaften in kräftiger Farbe und lebensvoller 
Staffage, von denen sich eine grössere Anzahl in deutschen Galerien 
befinden. 1m Museum zu Dresden von ihm: eine Schafhütte am 
Walde, mit Schafen, Bauern und Wanderern; und eine Wald- und 
Seelandschaft, in der Mitte ein Mann und eine Frau in antiker 
Tracht (Nr. 1166 und 1167); im Museum zu Berlin eine waldige 
Berglandschaft, in der ein Maultiertreiber zwei Packpferde durch 
einen Hohlweg vor sich hertreibt (Nr. 870); in der kaiserlichen 
Galerie zu Wien eine Waldlandschaft mit Bauern; und eine herbst- 
liche Waldlaudschaft mit Bauern und heimziehenden Herden (Nr. 
936 und 937); in der Pinakothek zu München von ihm und dem 
jüngeren Bruder Jan Baptist Huysmans 1654-1715) drei üppige 
italienische Landschaften in saftigem warmen Braun, von dem sich 
der tiefblaue Himmel und die klare blaugraue Ferne prächtig ab- 
heben (Nr. 947-949). Das Museum in Schwerin hat von
        

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