Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325942
ZÖ 
LIRIICIL 
kündigung an die Hirten. Das Museum in Berlin besitzt von 
Luca Signorelli zwei Flügelbilder eines Altars mit je drei Heiligen; 
auf dem linken Flügel die Heiligen Katharina. von Siena und 
Olara, auf dem rechten Augustinus, Antonius von Padua und 
Katharina von Alexandrien, aus der besten Zeit des Meisters 
(Nr. 79); dann Pan als Gott des Naturlebens und als Meister der 
Musik mit seinen Begleitern (Nr. 79A). Der jugendliche Pan sitzt 
auf einem Felsstück, auf dem Haupte die Mondsichel, zur Seite 
stehen Hirten, vorn ein junger nackter Satyr und eine nackte 
Nymphe u. a.; ferner ebendort Maria von Elisabeth begrüsst, 
links der alte Zacharias, das Christkind auf dem Knie haltend, 
während Joseph mit beiden Händen den kleinen Johannes empor- 
hebt (Nr. 79B). FÄOTCHZO di Lorenzo, thätig seit 1472 in Perugia, 
1520 bereits gestorben, ist ein Nachfolger des Buonfigli, erfährt 
aber auch Einflüsse von Florenz her, durch Benozzo und später 
durch Verrocchio. In seiner Art sind zwei Bilder in der Kunst- 
halle zu Karlsruhe, ein Johannes Ev. und Johannes Bapt, 
beide auf Goldgrund (Nr. 406 und 407); und eine tlironende 
Madonna mit dem Kinde und Heiligen im Städelschen Institut zu 
Frankfurt a. M., auf gemustertem Goldgrund (Nr. 15). Der 
berühmteste Künstler der Schule von Perugia ist Pictro (lt Christo- 
foro Vanucci, genannt Pietro Pcrugino (1446-1524). Er verfolgt 
den Ausdruck der Andacht, der Hingebung des heiligen Schmerzes 
in die äussersten Tiefen; besonders erscheint in seinen Köpfen die 
holdeste Form mit dem Ausdrucke der süssesten Schwärmerei ver- 
bunden, aber er wiederholt seine Typen bis zur leeren erstarrten 
Manier. Perugino soll ein Schüler des Piero della Francesca und 
später des Verrocchio gewesen sein, jedoch zeigt sich später der 
Einiiuss des Signorelli. Die kaiserl. Galerie in Wien hat von 
Perugino eine Maria mit dem Kinde und zwei Heiligen (Nr. 348). 
Maria, auf einer Steinbank sitzend, hält das unbekleidete segnende 
Kind auf ihren Knieen, hinter ihr stehen zwei heilige Frauen, 
den Hintergrund bildet der blaue Himmel. Ebendort von ihm 
Maria mit dem Kinde und vier Heiligen (Nr. 349). Maria thront 
in der Mitte des Bildes und hält das segnende unbekleidete Kind, 
zu ihrer Rechten stehen die Heiligen Hieronymus und Petrus, zur 
Linken Johannes und Paulus, den Hintergrund bildet eine hohe 
Balustrade, über derselben ein lichter Himmel. Ebendort von 
Perugino die Taufe Christi (Nr. 350): Christus und Johannes im 
Jordan stehend, weiter zurück rechts ein Wanderer, links drei 
knieende Gestalten, oben in den Wolken die Taube; dann der 
heilige Hieronymus (Nr. 351) in einer reichen Landschaft mit 
Fernsicht auf das Meer, blaue Berge und eine befestigte Stadt; 
zur Rechten des Heiligen liegt der Löwe. Aus der Schule des
        

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