Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325933
Urnbrische 
Schule, 
Jahrhundert. 
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Beiwerk meist zierlich und reich durchgeführt. Eine Anbetung 
der Könige in der Galerie in Dresden (Nr. 42) ist irrtümlich 
als Marco Palmezzano bezeichnet. Ein heiliger Sebastian mit 
vier römischen Kriegsknechten zu seinen Füssen und im Mittel- 
grunde einen Kampf zwischen einem Reiter und Fussgängern zeigend, 
in der Kunsthalle zu Karlsruhe (Nr. 405) könnte eher als eine 
Schöpfung des Palmezzano gelten. Ein kreuztragender Christus 
im Stadtmuseum zu Königsberg wird demselben Meister zu- 
geschrieben (Nr. 24). Das Museum in Berlin hat von ihm 
mehrere Bilder: eine Geburt Christi, mit zwei anbetenden Hirten, 
im Hintergrunds Ruinen eines Palastes und bergige Landschaft, 
in der sich der Zug der Könige heranbewegt (Nr. 131); eine 
thronende Maria mit dem Kinde und Heiligen mit einem Ausblick 
auf die Landschaft durch die Arkaden (Nr. 1087); Christus das 
Kreuz tragend auf dunklem Grunde in lebensgrosser Halbfigur 
(Nr. 1129), und der auferstandene Christus, vor dem Kreuze stehend 
mit bergiger Landschaft, in der zwei Apostel und zwei heilige 
Frauen erscheinen (Nr. ll29A). Als erster Lehrer seines grossen 
Sohnes ist Giovanni Santi von Urbino (1494) von Interesse, der sich 
wohl unter dem Einflusse des Melozzo und des Piero della 
Francesca ausbildete. Seine Bilder geben schlichte Gestalten, die 
nur in der Madonna und dem Kinde ein Streben nach Lieblich- 
keit zeigen. Eine thronende Maria mit dem Kinde und Heiligen 
von ihm besitzt das Museum in Berlin (Nr. 139). Einer der be- 
deutendsten Schüler des Piero della Francesca war Luca. ßlignorelli 
von Oortona (1441-1523). In seinen Darstellungen äussert sich 
eine herbe Kraft, dramatisches Leben und eine Begeisterung für 
(188 Nackte ähnlich wie bei Michelangelo Buonarroti. Signorelli 
läat virälleicht die Ölteehnik seiner Tafelbilder dem direkten Ein- 
usse es Justus van Gent zu danken. Die Galerie in Dresden 
hflt von Signorelli zwei bemalte Pilaster (Nr. 36 und 37); auf dem 
elnen erscheinen auf blauem Grunde drei Heilige übereinander, 
9136m auf dem zweiten. Die kaiserl. Galerie in Wien hat von 
lhm elne Verkündigung (Nr. 435). Das Schlafgemach der Maria 
Wind durch eine Säule in zwei Teile geteilt; in dem einen Teil 
knlet Alarm, in dem anderen erscheint der verkündende Engel, 
hinter dnm mfin durch eine Bogenöffnung eine Brücke sieht, über 
Welche eln Rellier nnd drei Gewaiinete ziehen, in der Luft schwebt 
der heilige Gelst in Gestalt einer Taube. Ebendort ein Bild aus 
der Schule des Sisnm-elli, die Anbetung der Hirten darstellend 
(Nr. 435) Unter einem Hüttendach, zu dessen beiden Seiten je 
ein Engel Snhweblv liegt das nackte Kind mit der rechten Hand 
den Segen erteilend, Zwei Hirten treten zu der heiligen Familie 
heran, in der Landschaft, im Hintergrunde, sieht man die Ver-
        

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