Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325916
Umbrische 
und 
Sienesiche 
S chule, 
Jahrhundert. 
25 
Kostüm in der Hand einen Blumenstrauss haltend. Aus der Floren- 
tinischen Schule nach 1500 stammt die Vermählung der Maria mit 
Joseph vor dem Hohenpriester, hinter ihnen elf Jünglinge, in der 
Berliner Galerie (Nr. 105). 
Die Schule von Siena hat im 15. Jahrhundert nur noch 
wenige Meister aufzuweisen, welche der neuen Richtung folgen. 
Gdiovanni di Paolo genannt del Poggio, nachweisbar 1482 zu Siena 
thätig, zuletzt 1482 erwähnt, soll sich unter dem Einflusse des 
Gentile da Fabriano gebildet haben. Von ihm besitzt die Ber- 
liner Galerie einen Christus am Kreuz auf Goldgrund, zu den 
Seiten Maria und Johannes (Nr. 111213). Vermutlich von D0- 
mmico dßlscanio, einem Zeitgenossen des Perugino, herrührend 
ist die Maria mit dem Kinde und Heiligen im Museum zu Köln 
(Nr. 776). Die Bilder Bernardino Fungais (1460-1516) aus 
Siena tragen noch die Züge der älteren Schule, nähern sich aber 
später dem Charakter der Schule von Perugia. Eine Maria. mit 
dem Christuskinde und Heiligen auf Goldgrund im Museum zu 
Köln (Nr. 777) dürfte von ihm herrühren. 
Die Umbrieche Schule entwickelt sich während des läJahr- 
hunderte aus kleinen von Siena ausgehenden Einflüssen zu hoher 
Blüte. Hier erhält sich ein stärkerer Zug der Andacht als in 
dem weltlicher gesinnten Florenz. Algretto Nuzi oder da Fabriano 
gehört zu den älteren und schwächeren Malern der Schule; er 
stirbt zu Fabriano angeblich 1385 im Alter von 79 Jahren und 
ist als mutmasslicher Lehrer des Gentile da Faliriano zu nennen. 
Das Museum in Berlin hat von ihm eine thronende Maria mit 
dem bekleideten Kinde und Heiligen auf Goldgrund mit farbigen 
Mustern (Nr. 1076) und eine Kreuzigung, zu Seiten Maria und Johannes 
11m1 am Fusse des Kreuzes Magdalena, ebenfalls auf Goldgrund 
(Nr. 1078). Einen hervorragenden Platz nimmt Gentile di Niccolo 
Ch Glüvanni di Masa, genannt Gentile da Fabriano, ein. Er ist 
vor 1370 geboren und vor 1450 gestorben. Gentiles Phantasie 
Wendet sich dem Schönen und Holdseligen zu und stellt eine 
ideale lvelt dar. Von ihm besitzt die Galerie in Berlin eine 
Maria mit de? Kinds und Heiligen auf Goldgrund: Maria thront 
zwischen zwei Orangenbäumeu, in deren Zweigen kleine Seraphim 
musizieren (N13 1130)- Angeblich von demselben befindet sich in 
der Galerie in Dresden eine thronende Maria mit dem Kinde, 
in reicher mit Güldstoif drapierter Marmornisehe sitzend (Nr. 35). 
Das Ferdinandeum in Innsbruck hat eine Madonna mit dem Kinde, 
welche dem Gentile zugeschrieben wird (Nr. 52). Eine Madonna, 
die dem auf ihrem Sehosse zitzenden Kinde einen Apfel reicht 
mit über ihr schwebenden Engeln im Museum zu Köln, gehört 
in die Schule des Gentile da Fabriano (Nr. 793). Bei Niccolö di
        

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