Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1328872
Antwerpener 
Grossmaler der 
Schule, 
17. Jahrhundert. 
321 
Gotha die Madonna mit dem stehenden Kinde auf dem Schosse, 
davor sechs Sünder (Nr. 88). Peter Franchoys, geboren zu Mecheln 
1609, gestorben daselbst 1654, war Schüler seines Vaters und des 
Ger. Zegers in Antwerpen. Von ihm in der Galerie zu Dresden 
das Bildnis eines Geharnischten in Halbiigur, an die erste Zeit des 
van Dyck in der Farbe erinnernd (Nr. 1047); im Museum zu Köln 
von ihm das Bildnis eines Mannes in schwarzem Gewande (Nr. 648). 
Jan van Boeckhorst, genannt Lange Jan, geboren zu Münster 1605, 
gestorben zu Antwerpen 1668, lernte bei Jakob Jordaens und 
machte mehrere Reisen nach Italien. Er malte in der Art des 
Rubens, zuweilen auch in jener des van Dyck und kopierte Bilder 
dieser Meister. Die kaiserliche Galerie in Wien hat von ihm: 
Herse geht zum Tempel der Minerva, von mehreren Jungfrauen 
begleitet, alle tragen Körbe mit Blumen und Ölzweigen, oben er- 
scheint Merkur mit Amor in den Wolken; und die schlummernden 
Nymphen der Diana, von Satyrn belauscht (Nr. 700 und 701). 
Peeter um Linf, geboren zu Antwerpen 1609, gestorben daselbst 
1690, zuerst Schüler des Roeland Jacobsz, dann in Italien, wo er 
die Werke des Paolo Veronese studierte, malte eine Anzahl Altar- 
bilder und historische Darstellungen. In der kaiserlichen Galerie 
zu Wien von ihm Christus am Teiche Bethesda den Gichtkranken 
heilend, im Hintergrunde sieht man die Badenden und den herab- 
Hiegenden Engel (Nr. 979). Jan van den Hoecke, geboren zu Ant- 
werpen 1611, gestorben daselbst 1651, war Schüler seines Vaters, 
dann des Rubens und entwickelte sich in Italien weiter. Er malte 
historische und allegorische Darstellungen, zugleich gute Bildnisse, 
die dem Vorbilde des van Dyck folgen. Die kaiserliche Galerie 
in Wien besitzt von ihm: Maria mit dem Kinde in einer Blumen- 
guirlande, welche von 5 Engeln gehalten wird, in lebensgrossen 
Figuren; die Allegorie der Vergänglichkeit, wieder in lebensgrossen 
Figuren: ein alter Philosoph sitzt in einer Umgebung, welche auf 
die Nichtigkeit alles lrdischen deutet, zwei Genien machen Seifen- 
blasen, drei andere Genien halten ein Inschriftband u.  die 
Monate Januar und Februar, durch den Wassermann, eine weibliche 
Gestalt mit doppeltem Gesicht, und einen weiblichen Genius in 
weissen Gewändern mit Schwingen an den Schultern personifiziert; 
die Monate Juli und August durch Göttergestalten in einer Sommer- 
ländschaft; und die Monate September und Oktober durch Genien, 
Amoretten mit Weingewinden und Herbstfrüchten in einer Herbst- 
landschaft ausgedrückt; ein Doppelbild Tag und Nacht, rechts 
Apollo die Sonne über seinem Haupte, von den Stunden umgeben, 
links eine Frauengestalt, einen Halbmond auf dem Kopfe, in jedem 
Arme ein schlafendes Kind haltend, wieder von den Stunden der 
Nacht umgeben u. s. w., sämtliche vorgenannte Bilder sollten als 
Ehe, Cicerone. IV. 21
        

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