Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1328631
Grossmaler 
Schule, 
Antwerpener 
der 
Jahrhundert. 
297 
heilige Loyola steht auf den Altarstuten einer Renaissancekirche und 
wendet sich segnend gegen die versammelte Gemeinde, zu seiner 
Rechten sind die Ordensbrüder in schwarzer Tracht aufgestellt, an den 
Altarschranken drängt sich das Volk, ein nackter Besessener ist 
niedergestürzt und wird von Teilnehmenden und Helfenden um- 
geben, in der Mitte der Gruppe beiindet sich ein von furchtbaren 
Krämpfen befallenes Weib, im Vordergrunde nahende Kranke und 
schon geheilte, über der Gruppe der Besessenen fliegt ein grauer 
Klumpen dämonischer Missgestalten durch die Lüfte davon, von 
der anderen Seite grghweben, wie von einem Sonnenstrahl getragen, 
drei Engelkinder mit Palmen und Blumenkränzen herein, die 
Figuren sind überlebensgross (Nr. 1152). Die Originalskizze zu 
dem vorigen Bilde (Nr. 1153) ist mit Meisterhand entworfen, und 
giebt auch schon den ganzen glänzenden Farbeneffekt des grossen 
Bildes wieder. Der heilige Franz Xaver in Indien predigend und 
Wunder wirkend, ein Gegenstück zu dem vorigen, enthält 45 über- 
lebensgrosse Figuren: der Heilige im schwarzen Ordenskleide steht 
auf einer steinernen Estrade, hinter ihm ein junger Ordensgeist- 
licher, gegenüber liegt auf einem Gerüst ein Indier, von dessen 
nacktem Körper eben ein junger Neger ein Tuch wegzieht, Hin- 
dostaner und Malaien schauen zu dem Heiligen empor, unter 
ihnen steht ein spanischer Ritter, im Vordergrnnde erwacht ein 
nackter Mann vom Tode und wird von seinem jungen XVeibe be- 
grüsst u. s. W., über dem Heiligen erscheint von Engeln begleitet 
die allegorische Gestalt des Glaubens, und vor dem von dieser 
Gruppe ausgehenden Lichtstrahl bricht ein Götzenbild in Trümmer 
(Nr. 1154). Auch zu diesem Bilde ist eine Originalskizze vorhanden 
(Nr. 1155). Die Himmelfahrt Maria ebendort zierte ehemals einen 
Altar der Jesuitenkirche in Antwerpen: Maria schwebt, von einer 
dichtgedrängten Gruppe kleiner Kinderengel getragen, in den sich 
öffnenden Himmel, unten sind die Apostel um das leere Grab ver- 
sammelt, inmitten drei jugendlich schöne Mädchen, welche das 
Grabtuch ausbreiten und in demselben blühende Blumen finden, 
es geht eine jubelvolle Begeisterung durch das Ganze, wie sie 
vielleicht noch Tizian in seiner Assunta erreicht hat (Nr. 1156). Der 
tote Heiland in den Armen seiner Mutter ruhend, links Johannes, 
der einen Arm des Leichnams ernporhebt, ist ganz von des Künst- 
lers eigener Hand, als lebensgrosses Kniestück (Nr. 1157); die 
Beweinung Christi in einer Felsenhöhle ist ein feines eigenhändiges 
Bildchen, die schmerzreiche Mutter neigt sich über den Leichnam, 
der rechte Arm wird von der knieenden heiligen Magdalena unter- 
stützt, hinter Maria steht Johannes, neben diesem knieen noch 
drei heilige Frauen (Nr. 1158). Der kleine Jesus mit dem heiligen 
Johannes und zwei Kindern in einer Landschaft, vorn ein Korb
        

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