Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1328580
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Niederlande. 
Südliche 
Francken, der heilige Andreas am Kreuz, ringsum Volk, im Hinter- 
gründe Antwerpen; und der heilige Laurentius auf dem Rost vor 
einer Jupiterstatue, ein Engel schwebt mit der Krone herab 
(Nr. 73 und 75). Die Galerie in Oldenburg besitzt von Frans 
Franeken U: Apollo, dem die WVelt huldigt: Apo1l' auf einer Wolke 
in weiter Landschaft thronend, umgeben durch ein von Genien 
getragenes Purpurzelt, ihm werden die Gaben aller Elemente und 
aller Erdteile dargebraeht; und Esther vor Ahasver knieend 
(Nr. 116 und 117); im Schlosse zu Aschaffenburg von ihm: 
der heilige Franziskus, dem ein Engel mit blutigern Schweisstueh 
erscheint (Nr. 1); der Kindermord zu Bethlehem (Nr. 63); die 
Kreuztragung Christi (Nr. 138); nochmals die Kreuztragutig (Nr. 213); 
und die Kreuzigung Christi, in kleinen Figuren (Nr. 274); in der 
Kunsthalle zu Ham b u rg die geretteten lsraeliten und der Untergang 
Pharaos (Nr. 62); in der Nostizschen Galerie zu Prag die Mahlzeit 
der Esther (Nr. 59); das Brustbild eines jungen Mannes (Nr. 91); und, 
aus der Schule des Francken, eine-Reiterschlacht zwischen Römern 
und Asiaten (Nr. 116). Von unbestimmten vlamischen Meistern 
dieser Periode besitzt die Galerie in Dresden Christus und Petrus 
auf dem Wasser; die Kreuztragung Christi; die Versuchung des 
heiligen Antonius mit allerlei Spukgestalten; eine Blelseulandschaft 
mit Hirten und Herden; und Räuber im Walde, vorn liegt der 
Erschlagene (Nr. 950-954). Von Gilliis Backerecl, geboren zu 
Antwerpen etwa 1572, gestorben daselbst zwischen 1654 und 1662, 
der in Italien gewesen war und historische und allegorische Gegen- 
stände malte, hat die kaiserliche Galerie in Wien eine Hero, die 
den Leichnam des Leander beweint, über ihrem Haupte schweben 
zwei Gremien, in nahezu lebensgrossen Figuren (Nr. 662). 
Grossmaler der Ani werpener Schule im 17. Jahrhun- 
dert. Das grosse Genie des Rubens beherrscht die gesamte vlamische 
Kunst des 17. Jahrhunderts, und übt auch in Frankreich und Italien 
eine tiefgehende Wirkung aus. In Holland treten allerdings ziemlich 
gleichzeitig Rembrandt, Frans Hals und Ruysdael an seine Seite, 
und übertreffen ihn vielleicht noch an nationalem Gehalt und 
poetischer Tiefe. Rubens war. ähnlich wie Raffael, von seinen 
ersten Schritten an ein bewunderter Meister. sein Leben bildete 
eine ununterbrochene Kette von Glück und Ruhm. Zahlreiche 
Schüler schlossen sich ihm an und arbeiteten zum Teil nach seinen 
Skizzen, und er hatte das grosse Talent, mit wenigem diesen 
Arbeiten seinen Stempel aufzudrückcn. Das Schaffen des grossen 
Meisters umfasst das ganze Gebiet der Malerei, neben seinen gross- 
artigen Altarwerken entstehen allegorisch-historische Cyklen, wie 
der aus dem Leben der Maria de" Medicis im Luxembourg in 
Paris, mythologische Darstellungen, höchst ausgezeichnete Bildnisse,
        

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