Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1328539
Vlämische 
Schule, 
1. Hälfte 
Jahrhunderts. 
287 
gefecht am F usse eines Hügels; Reiterei und Fussvolk in Erwartung 
des Feindes; Fussvolk im Gefecht, im Hintergrund eine Festung 
am Wasser und eine grosse Stadt; und ein Reitergefecht an einem 
Kreuzwege bei einem grossen Baum (Nr. 29-33); im Schlosse zu 
Aschaffenburg die Plünderung eines Schlachtfeldes (Nr. 35); 
ein Reitergefecht (Nr. 41); eine Landschaft mit dem Überfall eines 
Postwagens durch Räuber; und eine Landschaft mit Löwen, Wild- 
schweinen und Leoparden (Nr. 240 und 241); in der Pinakothek 
zu Mün chen ein ÄVallfahrerbild (Nr. 718). Angeblich von Adriaan 
Vranck, um 1582 Lehrling des älteren Jan Snellink in Antwerpen, 
besitzt die Galerie in Dresden eine südliche Berglandschaft mit 
Hirten und Herden (Nr. 949). Adriaan van Stalbemt, geboren 
1580 zu Antwerpen, gestorben daselbst 1662, thätig zumeist in 
Antwerpen, ist vorzugsweise Landschaftsmaler und Radierer. Die 
Dresdener Galerie hat von ihm ein Göttermahl unter bewaldeten 
Felsen, von Satyrn umgeben, über der Tafel kleine Hatternde 
Liebesgötter; und das Midasurteil, in einsamer Berg- und Wald- 
gegend, Marsyas, Apollo, König Midas mit Eselsohren und rings 
im Kreise Frauen und Satyrn (Nr. 940 und 941); im Museum zu 
Schwerin eine Waldlandschaft mit einem See, einer vornehmen 
Gesellschaft zu Pferde und Zigeunern, die Landschaft ist frisch und 
kräftig gefärbt, die Figuren etwas steif und unbeholfen (Nr. 973). 
Eine mit Stalbemt bezeichnete, aber etwas zweifelhafte Kirmes in 
einem Dorfe befindet sich im Museum zu Kassel (Nr. 69), das Dorf 
wird von einem Kanal durchschnitten; in dem Stadelschen Institut 
zu Frankfurt a. M. von ihm eine grosse Dorfkirchweih (Nr. 137), 
von kräftiger und frischer Färbung. Von einem Bilde der Dres- 
dener Galerie, eine Mahlzeit von vier Männern und zwei Frauen 
darstellend (Nr. 942), ist es unsicher, 0b es dem Hans Jordaens, 
der 1613 in Delft starb, oder Hans Jordaens II., der 1581 zu 
Antwerpen geboren wurde und 1663 daselbst starb, zuzuschreiben 
ist. Von dem letzteren rührt wohl die Darstellung eines Kunst- 
kabinetts in der kaiserlichen Galerie zu Wien (Nr. 941) her, die mit 
Holz getäfelten Wände eines Gemachs sind mit Gemälden überdeckt, 
an einem Tische steht der Besitzer, der seinen Besuchern Kunst- 
werke anpreist; von demselben in der Galerie zu Oldenburg 
Moses mit den Israeliten nach dem Durchgang durchs Rote Meer 
und der Untergang Pharaos (Nr. 160). Von einem Hans Jordaens, 
geboren 1616, hat das Museum in Braunschweig den Studien- 
kopf eines bärtigen Alten (Nr. 276). Daniel van Alsloot, geboren zu 
Brüssel 1570, gestorben 1620, war ein vorzüglicher Landschafts- 
maler. Von ihm besitzt die kaiserliche Galerie in Wien eine 
Waldlandschaft mit Oephalus und Procris und anderen Figuren, 
die sämtlich von Hendrick de Olerk gemalt sind (Nr. 654); in der
        

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