Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1328522
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Südliche 
Niederlande. 
nach 1653, war ein geschickter Nachahmer des Sammtbrueghel; 
von ihm befindet sich in der kaiserlichen Galerie zu Wien eine 
reiche Landschaft mit der Bekehrung des Saulus, auf den Lichtstrahlen 
aus den Wolken herabfallen (Nr. 1023); in der Harrachschen Galerie 
zu Wien von ihm eine bergige, baumreiche Landschaft mit Staffage 
(Nr. 104); in der Schönbornschen Galerie daselbst zwei Land- 
schaften (Nr. 81 und 98); im herzoglichen Museum zu Gotha eine 
Landschaft mit einem breiten Fluss, als Staffage Jäger zu Pferde 
und zu Fuss mit Hunden (Nr. 20); in der Nostizschen Galerie zu 
Prag eine baumreiche Landschaft mit Jägern, welche auf Enten 
lauern, einzelnen Reitern und anderen Figuren (Nr. 26); in der 
Sammlung zu Lützs chena eine holländische Landschaft mit Staiifage 
(Nr. 282). Willem van Nieulant, geboren zu Antwerpen 1584, ge- 
storben zu Amsterdam um 1635, kam in die Schule des Jakob 
Savery und vollendete seine Ausbildung in Rom unter Paul Bril, 
seit 1629 wohnte er in Antwerpen. Die kaiserliche Galerie in 
Wien besitzt von ihm eine Ansicht des Campo Vaccino zu Rom, 
bereichert durch römische Altertümer und durch eine Menge 
Menschen und Tiere belebt (Nr. 1080). Von Adrian zum lWeulant, 
geboren zu Antwerpen 1590, gestorben zu Amsterdam 1657, hat 
die Kunsthalle zu Hamburg den Raub der Proserpina und den Raub 
der Europa als Gegenstücke (Nr. 120 und 121). Ägydius Sadeler, 
geboren 1570 zu Antwerpen, gestorben zu Prag 1629, hielt sich in 
Deutschland und Italien auf, und ist besonders durch seine Stiche 
bekannt; er ist in der kaiserlichen Galerie zu Wien durch einen 
heiligen Sebastian, in einer Berglandschaft stehend, vertreten 
(Nr. 1209). Sebastian Vranck, geboren zu Antwerpen 1573, ge- 
storben daselbst 1647, lernte bei Adam van Noort, ging dann nach 
Italien und kehrte nach Antwerpen zurück; er war der Lehrer des 
Peeter Snayers. Vranck malte Pferde mit Vorliebe und stellte 
daher oft Gefechte, Jagden und Belagerungen dar. Die kaiserliche 
Galerie in Wien hat von ihm: den Überfall eines grossen Wagen- 
zuges durch eine Söldnerschar, über 100 Figuren; und das Innere 
der AntwerpenerJesuitenkirche mit reicher Figurenstadage (Nr. 1373 
und 1374); im Museum zu Kassel ein Schlachtfeld, angeblich das 
von Pavia, ein Trompeter bläst zum Sammeln der zerstreuten 
Reiterscharen, welche Fussvolk vor sich her-treiben (Nr. 52); im 
Museum zu Braunschweig ein Raubanfall, und ein vortrefflich 
durchgeführtes Reitergefecht (Nr. 78 und 79); im Museum zu 
Hannover die sieben Werke der Barmherzigkeit, inmitten des 
Platzes, auf welchem die Vorgänge sich abspielen, steht eine Säule, 
vor welcher Nackte bekleidet werden u. s. w. (Nr. 589); im Museum 
zu Gotha: ein Kriegsbild aus dem Kampfe der Niederlande gegen 
Spanien, wahrscheinlich die Belagerung von Ostende; ein Reiter-
        

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