Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1328484
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Niederlande. 
Südliche 
und 82); in der Schönbornschen Galerie in Wien Flussgötter und 
Najaden (Nr. 78); und von van Balen und Bys die vier Jahres- 
zeiten, umgeben von einem Kranz von Blumen und Früchten 
(Nr. 99). Das Ferdinandeum in Innsbruck hat von H. van 
Balen eine Idylle, Flötenbliiser und Geliebte unter einem Baum 
sitzend, aufzuweisen (Nr. 77l); und in seiner Art: ein Göttermahl; 
Aktäon, Diana und ihre Nymphen erblickend; dann Diana. und 
ihre Nymphen von Satyrn belauscht (Nr. 706-708); in der gross- 
herzoglichen Galerie zu Mannheim von ihm: die Jagdbeute der 
Diana; der Herbst, durch Bacchantinnen und Kinder mit Trauben 
dargestellt; und der Frühling, durch Flora und ihr Gefolge personi- 
iiziert (Nr. 260-262); im Museum zu Darmstadt Diana und ihre 
Nymphen, sich zum Bade entkleidend (Nr. 284); im Schlosse zu 
Aschaffenburg eine Landschaft mit der Entführung der Europa 
(Nr. 219); und Christus, die 5000 speisend (Nr. 257); in der 
Nostizschen Galerie zu Prag Flora und drei Amoretten in einer 
Landschaft (Nr. 55); in der Sammlung zu Lützschena die 
Reinigung der Kinder Israel in der Wüste (Nr. 173); in der 
Kunsthalle zu Karlsruhe die Allegorie der fünf Sinne, stehende 
und sitzende weibliche Gestalten, von Knaben begleitet, in einer 
von Jan Wildens gemalten Waldlandschaft (Nr. 173). Roelant 
Savery, geboren zu Kortryck 1576, gestorben zu Utrecht 1639, 
Schüler seines in Amsterdam ansässigen Bruders Jakob Savery, 
bereiste in Begleitung Kaiser Rudolfs II. die deutschen Gebirge 
und war später in Utrecht thätig. Seine grossgedachten Land- 
schaften, reich mit Menschen und Tieren belebt, im kleinen Mass- 
stabe dargestellt, ähnlich wie die der Brueghels, zeigen doch bereits 
ein stärkeres Stimmungselement als diese. Die Galerie in Dresden 
besitzt von ihm: eine Eberjagd mit grossen Baumstämmen im 
Vordergrunde des Walddickichts; die Burg im Walde, in der 
Mitte neun prächtige Tannen, vorn Herden mit Hirten und Bauern; 
die Turmruine am Vogelweiher, der mit zahllosen Wasser- und 
Sumpfvögeln belebt ist; der Eingang der Tiere in die Arche 
Noahs, Noah kniet betend vor ihr; ein Bergstrom zwischen Felsen 
und Tannen, links vorn Herdenvieh und Wild; die Arche Noahs 
nach der Sündflut. die Waldlandschaft vorn mit allen Tieren der 
Welt belebt; und ein Paradies, Waldlandschaft mit Tieren 
jeglicher Art gefüllt, links vorn eine Löwenfamilie (Nr. 929-935). 
Die zwölf Bilder, welche die kaiserliche Galerie in Wien von 
Savery besitzt, gehören zu den feinsten und sorgfültigsten Arbeiten 
des Meisters, es sind: eine Berglandschaft mit einem herabstürzen- 
den Bach, im Vordergrunde Landleute und Reisende; eine Wald- 
landschaft, welche links die Fernsicht auf eine Stadt im Thale 
bietet; eine felsige Landschaft, durch Holzfäller belebt; eine Land-
        

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