Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1328276
Holländische 
Schule, 
16. Jahrhundert. 
261 
Lützschena, wird ihm nur vermutungsweise zugeschrieben 
(Nr. 285); und eine Grablegung Christi mit Joseph von Arimathia, 
Nikodemus, Maria, Johannes und Magdalena, im Stadtmuseum zu 
Königsberg (Nr. 62), soll aus seiner Schule stammen. Einer der 
Meister, welche die italienische Kunst in den Niederlanden ein- 
bürgern, ist Jan van Scorel, auch Schoorle genannt, geboren zu 
Schoorl bei Alkmaar 1495, gestorben 1562, vermutlich zu Utrecht, 
Schüler des Willem Oornelisz zu Amsterdam und des Jan Mabuse 
zu Utrecht, nach Reisen in Deutschland, durch Steiermark und 
Kärnten und einer Fahrt über Venedig nach Jerusalem, in Italien 
insbesondere durch die Römische Schule stark beeinflusst. Seine 
Porträts sind Meisterstücke von einfacher, naturgetreuer Auffassung 
und Oharakterzeichnung. Die Galerie in Dresden hat von ihm 
aus seiner späteren Zeit David, den Goliath tötend, im Hintergründe 
Handgemenge und phantastische hohe blaue Gebirge (Nr. 844); im 
Museum zu Berlin das Bildnis des Oornelis Aerntz van der Dussen, 
als lebensgrosse Halbügur auf landschaftlichem Grunde (Nr. 644); 
und das Bildnis der Agathe van Schönhoven, als Brustbild, etwas 
unter Lebensgrösse (Nr. 1202); in der kaiserlichen Galerie zu YVien 
das Bildnis eines älteren Mannes, als lebensgrosses Brustbild auf 
dunklem Grunde (Nr. 1229), nicht ganz unbezweifelt; und das 
Bildnis einer Frau, als Gegenstück zu dem vorhergehenden Bilde 
(Nr. 1230); im Museum zu Kassel ein Familienbild, Halbiiguren 
in Lebensgrösse: der Vater steht hinter einem mit Speisen be- 
setzten Tische, rechts neben ihm ein Knabe und Mädchen, die 
einander anlaclxen, vorn die Mutter, ein nacktes Knablein auf dem 
Schosse (Nr. 29). Das städtische Museum in Köln besitzt von 
Scorel das Bildnis eines alten Mannes (Nr. 192); ebendort aus der 
Schule desselben: der leidende Heiland auf Wolken stehend, von 
einer Glorie umgeben, hält in seinen Armen das Kreuz (Nr. 590); 
ein Ecce homo auf schwarzem Grunde (Nr. 591); die heilige Mag- 
dalena und die heilige Veronika mit dem Schweisstuche, unten 
kuieen Stifterinnen (Nr. 593 und 594); und Christus am Kreuze, 
unten Maria, Johannes und die knieenden Stifter (Nr. 595). Von 
einem Nachfolger des Scorel, wahrscheinlich von Marten van 
Heemskerck, befindet sich im Rudoliinum zu Prag Ahasver und 
Esther, der König auf dem Throne seiner Gemahlin das Zepter 
Zum Kusse reichend, rechts zwei Frauen, in der Landschaft ein 
Galgen, an welchen Haman gehenkt wird (Nr. 626); und in der 
Art des Scorel das Brustbild eines alten Mannes auf dunklem 
Grunde (Nr. 625). Im Germanischen Museum zu Nürnberg von 
Scorel ein weibliches lebensgrosses Bildnis auf ziegelrotem Grunde 
(Nr. 50); und ein männliches Bildnis (Nr. 51), dessen Bestimmung 
zweifelhaft ist; im Museum zu Basel ein Bildnis des YVieder-
        

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