Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1328233
Schule, 
Holländische 
16. Jahrhundert. 
und 
257 
gleich ein bedeutender Bildnismaler. Von ihm in der Galerie zu 
Dresden die heilige Magdalena, Halbfigur nach rechts auf grünem 
Grunde, sie trägt ein schwarzes Kleid und eine schwarze Mütze; 
im Museum zu Berlin Maria mit dem Kinde vor einem grünen 
Vorhang, über ihrem Haupte halten zwei schwebende Engel eine 
Krone (Nr. 554); und eine demselben Meister zugeschriebene, aber 
durchaus zweifelhafte Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, Maria 
unter einem Baum sitzend, reicht dem Kinde die Brust, im Mittel- 
grunde der Landschaft reitet Joseph auf einem Esel (Nr. 621). 
Die kaiserliche Galerie in Wien hat von Mostaert das Bildnis 
eines jungen Mannes, der einen Kranz von Lorbeerblättern auf 
dem schwarzen Hut trägt, in halber Figur, nahezu lebensgross 
(Nr. 1040). Der gute Hirt, das Lamm auf der Schulter haltend, 
im Hintergrund Christus am Kreuz mit Maria, Johannes und den 
Kriegsknechten, im Stadtmuseum zu Königsberg (Nr. 52), scheint 
unter dem Einfluss des Mostaert um 1450 entstanden zu sein. 
Von unbestimmten holländischen Meistern gegen 1500 besitzt die 
Galerie in Dresden: eine heilige Familie im Gemache (Nr. 840), 
Maria thront in einem kapellenartigen Raum und halt das auf 
ihrem Schosse stehende Kind, links sitzt die heilige Anna, rechts 
im Hintergründe stehen der heilige Joachim und der heilige Joseph; 
ein Flügelaltar, der im Mittelbilde die Gefangennahme Christi bei 
Nacht zeigt, auf den Flügeln innen Engel mit den Leidensgeräten 
auf den Flügeln aussen die heilige Katharina und die heilige 
Barbara (Nr. 481); das Mittelbild zeigt einige Verwandtschaft mit 
Gerard David, ebenso die Innenseiten der Flügel, während die  
Aussenseiten übermalte deutsche Bilder des 16. Jahrhunderts sind; 
und das Brustbild eines Mannes mit drei Pfeilen (Nr. 842), ver- 
mutlich aus der älteren holländischen Schule. An unbestimmten 
Bildern im Museum zu Berlin: die Anbetung der Könige (Nr. 538), 
Maria in einer Hütte sitzend, hält das Kind auf dem Schosse, dem 
der älteste König das Händchen küsst, das Bild gehört einem 
holländischen Meister, um 1490-1510, der sich als Vorgänger des 
Jakob Oornelisz van Oostsanen bezeichnen lässt; die Verkündigung, 
als Doppelbild, links der Erzengel Gabriel in goldener Glorie herab- 
Schwebend, rechts Maria vor einer Truhe knieend (Nr. 548), ver- 
mutlich von einem niederländischen Meister um 1500, von dessen 
Hand sich in Spanien noch Werke finden; das Bildnis eines Mannes 
in mittleren Jahren, auf dunkelgrünem Grunde (Nr. 591), Vermutlich 
VOn einem holländischen Meister um 1510-1520; der heilige 
Hieronymus in Bussübung, in einem reichen Renaissancegexnach 
Sitzend, vermutlich von einem holländischen Meister um 1520 
(Nr. 626). Angeblich aus der Werkstatt des Oomelisz Engelbreclztsen, 
geboren in Leiden, vermutlich 1468, und gestorben daselbst 1533, 
Ebe, Cicerone. IV. 17
        

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