Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1328224
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Niederlande. 
Nördliche 
Kindern und Erwachsenen sitzend; in der kaiserlichen Galerie in 
Wien ein vorzügliches, sehr fein empfundenes Bildchen, Maria 
mit dem Kinde und der heiligen Anna im Vordergrunde einer 
waldigen Landschaft auf blumigem Wiesengrunde sitzend (Nr. 1049); 
im Museum zu Schwerin, von einem vlämischen Meister aus der 
2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, Christus und Johannes der Täufer, 
als Kinder dargestellt und sich küssend (Nr. 1075), vielleicht die 
Wiederholung eines älteren italienischen Werkes; aus derselben Zeit, 
von einem Meister der Antwerpener Schule, im Museum zu Kassel 
die Rettung der Juden und Pharaos Untergang im Roten Meer 
(Nr. 25), der Art des Marten de Vos sich nähernd. Von dem so- 
genannten Meister der zueiblichen Halbfiguren, thätig um 1530, 
hat das Germanische Museum zu Nürnberg die Anbetung der 
Könige, im Hintergrunds weiter landschaftlicher Ausblick (Nr. 58). 
Eine Reihe von Typen dieses niederländischen oder vielleicht auch 
westfälischen Meisters, dessen Werke sich häufig in Oberitalien 
finden, gehen auf Aldegrever zurück. Die Kunstsammlung in 
Basel bewahrt von ihm ein Konversationsstück, drei Damen 
und vier Herren sitzen an einem mit Speisen bedeckten 
Tische und belustigen sich mit Musik (Nr. 112); im Ferdinan- 
deum zu Innsbruck von ihm eine Madonna mit dem Kinde 
an der Brust (Nr. 126); in der Harrachschen Galerie zu Wien 
drei musizierende Mädchen, als Kniestück, ein Drittel Lebens- 
grösse (Nr. 44). 
Holländische Schule des 15. und 16. Jahrhunderts. 
Die Malerei in den nördlichen Provinzen der Niederlande, dem 
späteren Holland, zeigt mindestens eine eigene provinzielle Färbung, 
wenn es auch eine eigentliche holländische Kunst erst später giebt. 
Die Eigentümlichkeiten derselben, die Bevorzugung der Landschaft 
und des Sittenbildes, zeigen sich schon im Keime. Albert van 
Ouwater, geboren vermutlich zu Ouwater bei Haarlem, Nachfolger 
und vielleicht Schüler des Jan von Eyck, zu Haarlem um 1430 
bis 1460 thätig. Als einziges sicheres Werk des namentlich auch 
Wegen seiner Landschaften gerühmten Meisters besitzt das Museum 
in Berlin die Auferweckung des Lazarus (Nr. 532A), derselbe 
sitzt in einem romanischen Kirchenchor, auf der quer über das 
Grab gelegten Platte neben ihm Christus, eine Schwester des Auf- 
erweckten und vier Zuschauer, hinter Lazarus weist Petrus den 
sechs zur Rechten stehenden Juden das Wunder, durch die Gitter- 
thür in den Chorschranken sieht man die Köpfe zahlreicher Zu- 
schauer. Jan Mostaert, geboren zu Haarlem um 1470, gestorben 
1555 oder 1556, Schüler des Jakob Janszen van Haarlem, unter 
dem Einßusse des Gerard David ausgebildet, thätig zu Haarlem, 
stellt meist Begebenheiten des Neuen Testamentes dar und ist zu-
        

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