Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1328131
Vlärnische 
Schule, 
Jahrhundert. 
247 
Key, das Brustbild einer Frau in schwarzer Kleidung, und das 
Brustbild eines schwarz gekleideten Mannes (Nr. 260 und 261). 
Von Adriaen Thomas Key, geboren zu Antwerpen um 1540, lebte 
noch 1589, Neffen des Willem Key, später Schüler des Frans 
Floris, besitzt die kaiserliche Galerie in Wien das Bildnis eines 
jungen Mannes, auf dunklem Grunde (Nr. 949); das Museum in 
Braunschweig das Bildnis eines Mannes mit dem Blatt Papier, 
in halber Figur (Nr. 48). Lucas van Valckenborclz, geboren zu 
Mecheln in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, gestorben nach 
1598 vermutlich zu Nürnberg, malte Landschaften und Städtean- 
sichten, die er mit charakteristischen Figuren staffierte. In der 
kaiserlichen Galerie zu Wien befindet sich von ihm: eine Gebirgs- 
landschaft mit Steinbruch, Bergwerk und Schmelzhiitten, in denen 
mehrere Leute beschäftigt sind; eine Frühlingslandschaft, in der 
eine grosse Gesellschaft von vornehmen Herren und Damen zu 
verschiedenen Spielen versammelt ist; eine Sommerlandschaft mit 
Schnittern; eine Herbstlandschaft, in der Weinlese gehalten wird; 
eine Winterlandschaft mit einer Dorfstrasse, durch welche ein 
Schneesturm tobt; eine Gebirgslandschaft mit einem Wasserfall 
und einem Schmelzofen, auf dem rechten Ufer eines Flusses wird 
ein Reisender von Räubern angefallen; ein schattiger Wald mit 
einem angelnden Herrn und einem Jäger; eine Banernschlägerei 
auf freiem Felde; eine Bauernschenke mit Zechern; und das Bild- 
nis eines jugendlichen Feldherrn, vermutlich des Grafen Karl von 
Burgau (Nr. 1330-1339). Die Pinakothek in München besitzt 
von Lucas van Valckenborch eine kleine feine Darstellung des 
babylonischen Turmbaues (Nr. 674); im Museum zu Braun- 
schweig von ihm zwei Felsenlandschaften mit je einer YVasser- 
mühle, und eine Landschaft mit einem Gesundbrunnen (Nr. 52 bis 
54); im Ferdinandeum zu Innsbruck eine Landschaft mit einer 
Strasse vor der Stadt und reicher Staffage (Nr. 786). Vielleicht 
von einem Sohne des Lucas van Valckenborch, ebenfalls 5166118 
genannt, seit 1564 Meister zu Mecheln, gestorben nach 1622, rühren 
zwei Bilder im Städelschen Institut zu Frankfurt a. M. her: eine 
Landschaft, die im Hintergrunds durch eine Gebirgskette abge- 
schlossen wird; und eine Ansicht von Antwerpen im Winter mit 
Schlittschuhlaufern (Nr. 119 und 120). Dem älteren Valckenborch 
wird im herzoglichen Museum zu Gotha eine Dorfkirmes (Nr. 9) 
zugeschrieben, sechs Bauernpaare tanzen nach der Musik eines 
Dudelsackpfeifers, hinter den Tanzenden steht ein Wirtshaus, vor 
dem die Bauern trinken, alles unschön und plump, aber sehr 
lebendig, der Hintergrund sehr fein ausgeführt; von demselben in 
der grossherzoglichen Galerie zu Oldenburg eine Ansicht der 
Stadt Linz an der Donau, im Vordergrund sitzt der Maler, neben
        

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