Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1328097
Vlämische 
Schule, 
Jahrhundert. 
243 
Galerie zu Lüttich: das Abendmahl, nach dem Motiv: Einer von euch 
wird mich verraten, Judas erhebt sich eben von seinem Stuhle, 
die Szene geht in einem reichen Renaissancesaale vor sich (Nr. 77). 
Von Jean Belleganzlßc, geboren zu Douai um 1470, gestorben um 
1533, thätig zu Douai, hat die Berliner Galerie einen Flügelaltar 
mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts im Mittelbilde, Christus 
als Richter auf dem Regenbogen, unter ihm die posaunenden Engel, 
auf der Erde rechts die Gottlosen vom Erzengel Michael in die 
Verdammnis gestürzt, links die Frommen von Engeln aufwärts ge- 
leitet; auf dem linken Flügel das Paradies, ein grosser Garten, in 
dem die sieben Werke der Barmherzigkeit belohnt werden; auf 
dem rechten Flügel die Hölle, in der die sieben Todsünden be- 
straft werden (Nr. 641). Jan Massys, geboren zu Antwerpen 1509, ge- 
storben daselbst 1575, war der Sohn und Schüler seines Vaters 
Quinten Massys. Sein heiliger Hieronymus, in einem Gemach 
sitzend, von einer Kerze beleuchtet, in halber Figur lebensgross, 
in der kaiserlichen Galerie in Wien (Nr. 990) ist das frühste, be- 
kannte seiner Bilder; ebendort zwei Bilder seiner späteren Zeit, 
stark italienisierend: Lot und seine Töchter, in einer Grotte am 
Boden sitzend, im Hintergrunde der Untergang der Städte Sodom 
und Gomorrha und links der knieende Lot mit den beiden Engeln, 
seinen Töchtern und der zur Salzsäule verwandelten Frau (Nr. 991); 
dann eine lustige Gesellschaft, ein Alter, ein dickes Weib und ein 
Mann mit der Pelzmütze um einen Tisch sitzend, daneben stehend 
ein Dudelsackpfeifer und sein Weib (Nr. 992). Angeblich von ihm, 
in der Galerie zu Berlin: die beiden Steuereinnehmer, ein ält- 
licher Mann in einem Zimmer schreibend, neben ihm ein jüngerer 
Mann mit einem Geldbeutel (Nr. 671). Aus der Schule oder 
spätere Arbeit des Jan Massys: der Leichnam Christi von Joseph 
von Arimathia und Nikodemus getragen, hinter demselben Maria, 
Johannes und Magdalena (Nr. 589), auf Goldgrund, im Museum zu 
Köln; von ihm, als spätere Arbeit, in der Kunsthalle zu Karls- 
ruhe: Elias, der Witwe von Sarepta die feierliche Versicherung 
ihrer Erhaltung gebend, im Hintergrunde eine turmreiche Stadt 
(Nr. 143); im Rudolfinum zu Prag eine Lukretia, sich den Dolch 
in die nackte Brust stossend, Brustbild in halber Lebensgrösse 
(Nr. 461); im Museum zu Leipzig eine Wiederholung der beiden 
Geldwechsler in Halbiiguren, wohl auf ein nicht mehr vorhandenes 
Original des Quinten ltlassys zurückgehend (Nr. 144). Von C01"- 
nelis Massys, geboren um 1511 zu Antwerpen, um 1580 noch am 
Leben, Schüler seines Vaters Quinten, später namentlich in Rom 
thätig, besitzt die Galerie in Berlin eine Landschaft (Nr. 675): 
im Vordergrunde eine Dorfstrasse mit einer Genreszene, im Mittel- 
grunde schreiten Maria und Joseph vom Esel gefolgt einer Hütte 
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