Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1328022
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Südliche Niederlande. 
Kniestück (Nr. 1060). Aus der Niederländischen Schule vom Ende 
des 15. und vom Anfang des 16. J ahrh. befinden sich im Museum zu 
Schwerin: zwei kleine Tafeln von einem Flügelaltar, welche, grau 
in grau gemalt, die Verkündigung an Maria enthalten (Nr. 746); 
die Abnahme vom Kreuz, der Leichnam Christi wird von Niko- 
demus und Joseph von Arimathia getragen, Maria wird von Johannes 
gestützt, zu den Füssen die drei anderen Marien, an dem Vorgange 
sind drei Engel beteiligt, vielleicht nach einem unbekannten Vor- 
bilde Rogiers van der Weyden gemalt (Nr. 747); zwei Seitenflügel 
eines Altars, auf dem linken Flügel kniet der Stifter, hinter ihm 
der heilige Ludwig, rechts ein zweiter Heiliger, auf dem rechten 
Flügel knieen Frau und Tochter des Stifters, hinter der Mutter 
die heilige Magdalena, hinter der Tochter die heilige Margarete 
(Nr. 748), und ein Flügelaltar, im Mittelbild die thronende Maria 
mit dem Kinde, jederseits unten am Thron drei kleine Engel, oben 
am Baldachin auf jeder Seite ein schwebender Engel, am Baldachin 
selbst drei Engel, von denen zwei musizieren, endlich auf jeder 
Seitenwandung des Throns ein Engel; auf dem linken Seitenflügel 
die heilige Katharina, auf dem rechten Seitenflügel die heilige 
Barbara, hinter ihr zwei schwebende Engel, wie auch auf dem 
linken Flügel, auf den Rückseiten grau in grau gemalt, die Himmel- 
fahrt und die Auferstehung, aus späterer Zeit (Nr. 749). Das 
Museum zu Kassel hat aus der Niederländischen Schule, um 1500, 
das Bildnis eines Mannes, in Halbfigur von nahezu halber Lebens- 
grösse (Nr. 19); in der Kunsthalle zu Karlsruhe Maria mit dem 
Kinde in einer Berglandschaft, im Hintergrund die Flucht nach 
Ägypten, unter Einfluss des Gerard David (Nr. 140). Ein Altar 
mit vier Flügeln, welcher auf dem Mittelbilde den heiligen Hiero- 
nymus zeigt, in der kaiserlichen Galerie in Wien (Nr. 1005), ein 
hervorragendes Kunstwerk, ist von einem unbekannten nieder- 
ländischen Meister gemalt, der etwa 1511 auf der Höhe seines 
künstlerischen Schaffens gestanden haben mag und vorläufig als 
Meister vom heiligen Hieronymus in Wien benannt wird. 
Auf dem Mittelbilde steht der Heilige in Kardinalstracht vor 
einem Throne, zur Rechten und zur Linken knieen die Stifter, zu 
beiden Seiten des Thrones in der Landschaft zeigen sich Begeben- 
heiten aus dem Leben des Heiligen; die Innenseiten der inneren 
Flügel enthalten den heiligen Ambrosius, den heiligen Augustinus, 
den heiligen Papst Gregor und drei Apostel, die Aussenseiten der- 
selben Kaiser Heinrich den Heiligen, die heilige Elisabeth von 
Thüringen, die heilige Elisabeth von Portugal und den heiligen 
Martin, auf den Innenseiten der ausseren Flügel erscheinen der 
heilige Joseph, der heilige Kilian, die heilige Ursula, die heilige 
Katharina, ihr zu Füssen der Kaiser Maximius, auf den Aussen-
        

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