Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1327998
Flandrische 
Schule, 
und 
Anfang 
des 
16. Jahrh. 
233 
bruck sieht man eine Wiederholung der Taufe Christi (Nr. 123). 
Nicht ganz sicher dem Patinir zugeschrieben wird eine Maria mit 
dem Kinde auf dem Schosse, in einer reichen Landschaft sitzend, 
welche in der Ferne durch Jäger, Hirten, Schiffer u. a. belebt 
wird, im Museum zu Darmstadt (Nr. 193). Die grossherzogliche 
Galerie in Oldenburg enthält aus der Schule des Meisters den 
heiligen Hieronymus in der Felsenlandschaft (Nr.  in der 
Kunsthalle zu Hamburg die Ruhe auf der Flucht nach Agypten, 
wohl eine Wiederholung (Nr. 128); im Germanischen Museum zu 
Nürnberg, in Patinirs Art, der Martertod des heiligen Sebastian, 
zu den Bildern Nr. 141-143 in der Pinakothek zu München 
gehörig: der Heilige wird von einer Kriegersehar in orientalischem 
Kostüm beschossen, im Hintergrunde eine Stadt, auf der Rückseite 
grau in grau der Evangelist Lukas in roter Marmornische (Nr. 59). 
Herri de Bles, in Italien Cizretta genannt, nach dem Zeichen auf 
seinen Bildern, einem Käuzchen, geboren zu Bouvignes bei Namur 
um 1480, wahrscheinlich unter dem Einflusse Patinirs ausgebildet, 
ist nach einem Aufenthalte in Italien in den Niederlanden thatig. 
Bles malte vorzugsweise Landschaften mit bilblischer Staffage in 
kleinem Massstabe und ausserordentlicherVollendung, der italienische 
Aufenthalt scheint ihm nichts von seiner niederländischen Eigen- 
tümlichkeit genommen zu haben. Von ihm besitzt das Museum in 
Berlin das Bildnis eines jungen Mannes in schwarzer Pelzschaube, 
in der Linken einige Veilchen, auf landschaftlichem Hintergründe 
(Nr. 624); in der Galerie zu Dresden der Krämer und die Affen, 
eine wilde Felsenlandschaft, in der der Händler unter einem hohen 
Baume schläft, während die Affen seinen Kram plündern und der 
entsetzte Gefährte links am YVege steht, aus der späteren Zeit des 
Meisters (Nr. 806). Ebendort, in der Art der Jugendwerke des 
de Bles, ein dreiteiliges Altarbild (Nr. 806 A): im Mittelbild die An- 
betung der Könige, auf dem linken Flügel die Anbetung des Kindes 
durch Maria, die Engel und die Hirten, auf dem rechten F lügel 
die Darstellung des Christkindes im Tempel. Die kaiserliche Galerie 
in Wien hat von de Bles: die Flucht nach Ägypten, eine Landschaft 
mit weiter Fernsicht, im Mittelgrunde Maria mit dem Kinde auf 
einem Esel reitend, der von Joseph geführt wird (Nr. 691), das 
Bild könnte aber auch von Patinir stammen; der Gang nach Emmaus, 
eine Landschaft mit steil aufragenden Felsen, welche einen Fluss 
durchlassen, an welchem Emmaus liegt, im Vordergrunde sieht man 
den Heiland mit zwei Jüngern auf dem Wege nach der Stadt 
wandeln (Nr. 692); eine Landschaft mit der Predigt Johannes des 
Täufers im Vordergrunde, im Mittelgrunde die Taufe Christi, weiter 
zurück abenteuerlich geformte Felsen und eine Hafenstadt, hinter 
der sich ein grosses Kastell erhebt (Nr. 693); und eine Landschaft
        

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