Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1327963
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Südliche Niederlande. 
Bildnis eines jungen Mannes, auf grünem Grunde, vermutlich das 
Porträt des Philipp von Burgund, halbe Figur unter Lebensgrösse 
(Nr. 586 A); Neptun und Amphitrite, in einem von toscanischen 
Säulen getragenen Kuppelbau stehend, und sich umschlungen 
haltend (Nr. 648); Maria mit dem Kinde, welches sie auf einem 
Tische vor sich hält, auf dunkelrotem Grunde (Nr. 650); Adam 
und Eva im Paradiese, in der Ferne der Landschaft die verschie- 
denen Vorgänge aus der Geschichte des Sündenfalls, ein charakte- 
ristisches Werk aus der letzten Zeit des Meisters (Nr. 661). Eben- 
dort, von einem Nachfolger des Mabuse, die Goldwägerin, ein 
Mädchen in Halbiigur unter Lebensgrösse, neben einem Tische 
mit dem Abwägen eines Goldstücks beschäftigt (Nr. 656A). In 
der kaiserlichen Galerie zu Wien befinden sich von Jan Gossaert: 
Maria mit dem Kinde in einer steinernen Nische sitzend (Nr. 983); 
der heilige Lukas, in einer reichen Architektur, die heilige Jung- 
frau mit dem Kinde zeichnend, die ihm von einer Glorie und 
hVolken umgeben erscheint, sie wird von Engeln getragen und 
von anderen Engeln gekrönt, dem Lukas führt ein neben ihm 
stehender Engel die Hand (Nr. 984); und die Beschneidung Christi 
durch den Hohenpriester, der heilige Joseph, Maria und andere 
Personen umstehen den Altartisch (Nr. 985). Eine Madonna mit 
dem Kinde von Gossaert in der Pinakothek zu München (Nr. 155) 
ist eine Wiederholung des Gemäldes in Wien, Nr. 983, und erscheint 
entschieden manieriert; das zweite Bild Gossaerts ehendort, die 
Danae darstellend, wie sie den Goldregen des Zeus empfängt 
(Nr. 156), zeichnet sich durch die Pracht der architektonischen 
Umgebung und die sorgfältige Plastik der Modellierung aus, aber 
die Färbung ist kalt, die geistige Empfindung erkünstelt und öde. 
Eine Mutter mit ihrem Kinds, Halbfigur auf braunem Grunde, in 
der Dresdener Galerie (Nr. 805), ist wahrscheinlich eine Kopie 
nach Gossaert; auch ein Ecce homo ebendort, der Dornengekrönte 
nackt, ein weisses Tuch auf dem Schosse, unter der Geisselsäule 
sitzend (Nr. 805 A), ist die Wiederholung eines Motives desselben 
Meisters. Im Museum zu Schwerin eine der Wiederholungen der 
Madonna, welche das Kind vor sich auf dem Tisch hält, auf 
schwarzem Grunde (Nr. 423), wahrscheinlich liegt ein Original des 
Mabuse zu Grunde; ähnlich ist eine andere WViederholung des- 
selben Gegenstandes im Museum zu Köln (Nr. 198). Ebendort 
ein vermutlich aus der Schule des Mabuse stammendes Bild, eine 
heilige Familie, Maria küsst das auf ihrem Schosse sitzende Kind, 
zu beiden Seiten schweben zwei musizierende Engel (Nr. 582); 
dann eine Maria, in ihren Armen das Kind haltend (Nr. 596), der- 
selben Herkunft. Der Flügelaltar, bekannt als Prager Dombild, 
jetzt im Rudoliinum zu Prag (Nr. 230-232), rührt von Jan Gossaert
        

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