Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1327852
Schule, 
Van Eycksche 
15. Jahrhundert. 
219 
von der Hand des Meisters, befindet sich im Städelschen Institut 
zu Frankfurt a. M. (Nr. 101). Ebendort eine Rogier van der 
Weyden nur vermutungsweise zuzuschreibende Maria mit dem Kinde 
unter einem Baldachin, zu den Seiten der Apostel Petrus, Johannes 
der Täufer, die Heiligen Kosmas und Damian, unten das Wappen 
von Florenz (Nr. 100); das Bild könnte bei Rogiers Aufenthalt in 
Italien gemalt sein; und von einem Nachfolger des Meisters: die 
Dreieinigkeit, grau in grau (Nr. 102); ferner die heilige Veronika 
mit dem Schweisstuch, und Maria dem Kinde die Brust reichend 
(Nr. 103 und 104), sämtlich zu einem Altarwerk zusammengehörig. 
Aus der Schule Rogiers stammen ebendort: der eine der beiden 
Schächer am Kreuz, auf Goldgrund (Nr. 105), und die Kreuzigung 
Christi (Nr. 106). Ähnlich der Madonna im Städelschen Institut ist 
ein Bild der Pinakothek in München, den heiligen Lukas dard 
stellend, der die mit dem Kinde an der Brust ihm sitzende Maria 
malt (Nr. 100). Ebendort ein aus der Kirche St. Oolomba in 
Köln stammendes Triptychon des Rogier, welches im Mittelbilde 
die Anbetung der Könige, auf den Flügeln die Verkündigung und 
die Darstellung im Tempel enthält (Nr. 101-103). Das Typische 
ist auf diesen Bildern durch das Individuelle, das Schöne durch 
das Charakteristische ersetzt; Haltung und Bewegung der Personen 
ist dem Leben abgelauscht. Von Nachfolgern des Rogier in der 
Pinakothek zu München eine Kreuzabnahme und eine heilige 
Jungfrau, über welcher eine Engelglorie schwebt, dann ein Schul- 
bild, Christus mit der Dornenkrone (Nr. 104-106). Die kaiserliche 
Galerie in NVien besitzt von Rogier: eine Maria mit dem Kinde, 
in einer gotischen Nische vor einem goldenen Thronsitz stehend, 
die Steinverzierungen der Nische zeigen zu den Seiten Adam und 
Eva, in der Mitte oben Gottvater mit der Taube (Nr. 1385); ein 
Altarbild mit zwei Flügeln: im Mittelbilde Christus am Kreuze, 
welches die schmerzensreiche Mutter umfasst, rechts knieen die 
Stifter, auf den Flügeln die heilige Veronika mit dem Schweiss- 
tuch und die heilige Magdalena, den Hintergrund zu allen drei 
Bildern giebt die Landschaft und die Stadt Jerusalem, in der Luft 
fliegen vier Trauerengel (Nr. 1386); und die heilige Katharina, 
klein, in ganzer Figur, auf landschaftlichem Hintergrunde (Nr. 1387). 
Der Christus am Kreuze mit den Seinen in der Dresdener 
Galerie (Nr. 800) ist wohl nur ein treffliches Werk aus der Schule 
Rogiers: der Heiland, schon verschieden, hängt am Kreuze, das 
Seine links knieende, von Johannes gehaltene Mutter urnklammert, 
Während Magdalena rechts die Hände ringt, den Hintergrund 
bildet eine kahle, von einem Regenbogen überspannte Berg- 
landschaft. Im Museum zu Köln befinden sich zwei Kopien nach 
Rogier: eine saugende Maria (Nr. 102), und das Haupt Johannes
        

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